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Festtage sorgen für gefüllte Herbergen

Finanzmarktkrise hin, Rezession her – in den Hotels der Region sorgt das Jahresendgeschäft für klingelnde Kassen. Wie es im neuen Jahr weitergeht, hängt zumindest im Gebirge vom Schnee ab. Oberbärenburg...

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Von Marcus Sachse

Finanzmarktkrise hin, Rezession her – in den Hotels der Region sorgt das Jahresendgeschäft für klingelnde Kassen. Wie es im neuen Jahr weitergeht, hängt zumindest im Gebirge vom Schnee ab.

Oberbärenburg

Hartmut Rien, Chef des Oberbärenburger Hotels Zum Bären und der Ladenmühle in Hirschsprung, frohlockt: Beide Häuser waren Weihnachten ausgebucht und sind es auch Silvester. „Ich habe das Gefühl, dass die Leute zum Jahresende noch mal raus wollen“, sagt der Manager. Nun guckt Rien schon auf die Winterferienzeit und hofft auf ordentlich Schnee. Eine Reihe Vorbuchungen sei schon eingegangen. Außerdem, sagt Rien, ist im Januar Rodel-Weltcup. „Das wirkt sich positiv auf die Belegung der Häuser aus.“ Positiv will Rien auch auf den Rest von 2009 schauen. Angesichts der ständigen Negativnachrichten aus Politik und Wirtschaft fällt das aber nicht leicht, räumt er ein.

Zinnwald

Im Zinnwalder Lugsteinhof hat Jochen Löbel wieder viel Stammpublikum zu Gast. Dank des günstigen Standortes sei die Silvesterwoche jedes Jahr fast ein „Selbstläufer“, sagt er. Auch die nahenden Winterferien in Berlin und Brandenburg hätten schon Reservierungen eingebracht. Insgesamt lief es mit der Belegung 2008 besser als im Jahr davor, berichtet Löbel. Allerdings schlagen auch Mehrkosten, vor allem für Energie, zu Buche. „Die höheren Umsätze sind fast wieder aufgefressen.“

Schellerhau

Ines Schubert, Marketing-Chefin der Schellerhauer Stephanshöhe, freut sich. Dieses Jahr sei auf jeden Fall besser gelaufen als das vorhergehende. „Zu Weihnachten und Silvester können wir die besten Ergebnisse seit drei, vier Jahren verzeichnen.“ Ob das Hoch anhält, hängt für die Marketing-Frau eindeutig am Schnee. Erst wenn die Flocken fallen, machen Interessenten ihre Buchung fest, sagt sie.

Geising

Dem stimmt Uwe Leutritz vom Waldhotel am Aschergraben in Geising zu. Unterkünfte für die Winterferien würden sehr kurzfristig gebucht, sagt er. Deshalb hofft der Hotelier, dass sich bei den Reservierungen noch einiges tut. Über den Jahreswechsel ist aber auch sein Haus ausgelastet.

Rabenau

Seit wenigen Tagen hat der Rabenauer Grund die Bimmelbahn zurück. Von der Wiedereröffnung hat das nahe den Gleisen gelegene Hotel Rabenauer Mühle bisher aber wenig profitiert, sagt Wirt Frank Schumann. „Viele Leute wollen die Strecke erstmal durchfahren“, schätzt er. „Ich denke aber, dass sich dieser Trend legen wird.“ Schumann hofft, dass im Frühjahr mehr Leute im Rabenauer Grund aussteigen, zum Wandern und zum Einkehren. Weihnachten und Jahreswechsel sind auch bei Schumanns Umsatzbringer. Insgesamt sei das Feiertagsgeschäft mit dem von 2007 vergleichbar, meint der Wirt.

Kurort Hartha

Im Harthaer Forsthaus haben die Reservierungszahlen zum Jahresende – verglichen mit 2007 – etwas nach oben gezeigt. Insgesamt erwartet Hotelchef Uwe Babocsai aber eine Verschlechterung. Die Kauflust der Leute geht zurück, auch bei Restaurant-Besuchen, vermutet er. Im flauen Monat Januar macht das Gasthaus drei Wochen Betriebsferien. Die Zeit wird für Renovierungsarbeiten genutzt.

Klingenberg

Claus Butze, Inhaber der Neuklingenberger Höhe, macht sich keine Illusionen. Der Winter – ausgenommen natürlich die Festtage – spielt für die Übernachtungen im Haus keine so herausragende Rolle. „Wir haben in erster Linie in den Sommermonaten Urlauber im Haus“, sagt er. Insgesamt erwartet der Hotelier für 2008 ähnliche Ergebnisse wie im Vorjahr: „Unser Haus wird nach wie vor gerade für Familienfeiern sehr gern und viel gebucht.“