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Chemie, Mathe und Sport auf der Festung

Auf dem Königstein wurde das Angebot für Schulklassen während der Corona-Zwangspause ausgebaut - auf Wunsch vieler Lehrer.

Museumspädagogin Maria Pretzschner hat neue Angebote für Schulklassen entwickelt.
Museumspädagogin Maria Pretzschner hat neue Angebote für Schulklassen entwickelt. © Foto: Festung Königstein gGmbH

Geschichte hautnah erleben, statt trockene Fakten pauken: Auf der Festung Königstein können Schüler schon lange den Unterrichtsstoff durch Exkursionen oder Workshops vertiefen. In der Corona-Zeit wurde das museumspädagogische Angebot noch weiter ausgebaut. Lehrer finden jetzt mehr Möglichkeiten, um mit ihren Klassen Inhalte des sächsischen Lehrplans zu behandeln. 

„Die Festung Königstein ist ein einzigartiger Lern- und Erlebnisort“, sagt Maria Pretzschner. Die promovierte Historikerin, die als Museumspädagogin auf der Festung Königstein arbeitet, hat die mehrwöchige Corona-Zwangspause des Museums genutzt, um neue Ideen für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu entwickeln. Fest im Blick hatte sie dabei den sächsischen Lehrplan. Denn immer wieder hatten sich Lehrer aus dem Freistaat Angebote gewünscht, die sich am Lehrplan orientieren. 

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Maria Pretzschner schaute sich deshalb intensiv die Lehrpläne aller Klassenstufen von Grund- und Oberschulen, Gymnasien und Förderschulen an. Eine aufwendige Recherchearbeit, die in dieser Tiefe ohne die Schließzeit nicht möglich gewesen wäre. Das Ergebnis sind neue Bildungsangebote der Festung Königstein. „Das neue Konzept bietet Lehrern deutlich mehr Themen und mehr Gestaltungsfreiheit“, sagt Maria Pretzschner. Statt fertiger Programme entwickelt sie individuelle Projekte mit einem  hohen Praxisanteil für die Schüler. Dazu gehören altersgerechte Führungen, Workshops und mediengestützte Ausstellungen.

Nicht nur für das Fach Geschichte

Die Festung Königstein bietet nicht nur für den Geschichtsunterricht genügend Stoff. Europas größte Bergfestung war in den letzten 800 Jahren Königsburg, Kloster, Jagdschloss, Landesfestung, Staatsgefängnis, Kriegsgefangenenlager und auch DDR-Jugendwerkhof. Auch für die Fächer Kunst und Geografie, Sachunterricht, Deutsch, Ethik, Religion,Gemeinschaftskunde, Musik, Biologie, Chemie, Mathematik, Physik, Philosophie und sogar Tschechisch und Sport gibt es Anknüpfungspunkte. 

Das neue museumspädagogische Konzept soll nun mit Schulen aus dem Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge erprobt und verfeinert werden. Dazu wird Maria Pretzschner in den nächsten Wochen lehrplanbezogene Empfehlungen mit einer Übersicht möglicher Themen an die Schulen im Kreis versenden. Zu Beginn des neuen Schuljahres sind dann alle interessierten Pädagogen zu den sogenannten Lehrerinformationstagen auf den Königstein eingeladen. 

Die Museumspädagogin begleitet für Schulen sogar langfristige Projekte. Zuletzt konnte dadurch eine Klasse des Friedrich-Schiller-Gymnasiums in Pirna mit ihrem Projekt „Lebenswandel auf der Festung Königstein“ erfolgreich an einem bundesweiten Jugendwettbewerb teilnehmen. 

Kontakt zu Museumspädagogin Maria Pretzschner unter Telefon 035021 64816 oder per E-Mail.

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