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Fetter Rabatt für Lese-Familien

Die Kommune führt ein Ticket mit Bonus für Eltern und Kinder ein, die die Angebote der Stadtbibliothek nutzen.

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Von Heike Stumpf

Die Stadt Leisnig schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Aufgrund von Hinweisen des Landratsamtes als Rechtsaufsicht musste sie die Satzung überarbeiten, die regelt, wer die Angebote der Stadtbibliothek nutzen kann und wer wie viel dafür bezahlen soll. In diesem Zug führt Leisnig eine Art Familienticket ein.

Dieses wiederum kommt auf der einen Seite den Nutzern und auf der anderen Seite den Mitarbeitern der Bücherei zugute. Für das Team soll die Ausleihe und Kontrolle mit weniger Aufwand verbunden sein. Das stellte Eberhard Jäger vom Schul-, Kultur- und Sportamt den Stadträten als Plus dar.

Über den anderen Pluspunkt werden sich die Nutzer freuen. Bislang musste jedes Familienmitglied an den eigenen Mitgliedsausweis denken und eine Jahresgebühr entrichten. Beispiel: Für Vater, Mutter und zwei Kinder betrug diese 36 Euro. Nun kann genau jene Familie sämtliche Angebote für 20 Euro Gebühr im Jahr nutzen.

Das freut auch Bibliothekarin Kerstin Otto. Sie berichtet, dass es in der Vergangenheit immer wieder Nachfragen nach einer solchen Karte für Familien gegeben hat. „Es ist schön, dass wir jetzt auch diesen Wunsch erfüllen können.“

Sie und ihre Kollegen können nach Bekanntmachung der überarbeiteten Satzung dann ab Anfang November die neuen Familienausweise ausstellen. Möglicherweise beschert dieser der Einrichtung einen noch größeren Zulauf als bisher. Seit dem Umzug von der Chemnitzer Straße ins ausgebaute Stadtgut an der Kirchstraße schauen jährlich mehr Leisniger in der Einrichtung vorbei und nutzen die Angebote. Neben der Medienausleihe sind das Vorschul-, Schul- und Ferienveranstaltungen für Kinder, eintrittsfreie Autorenlesungen sowie ein Fernleihservice für spezielle Literatur, die nicht zum Bestand gehört. Außerdem kann an den beiden PC-Arbeitsplätzen im Internet recherchiert werden. Darauf kommen Schüler für Hausaufgaben ebenso zurück wie Erwachsene, die keinen Computer haben.