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Feuer im Kaninchenstall

Das Tiergehege im Garten der 128. Oberschule ist abgebrannt. Die Rettung der Nager könnte jetzt bald süße Folgen haben.

Von Nora Domschke

Es war Rettung in letzter Sekunde: Als kürzlich der Meerschweinchen- und Kaninchenstall im Garten der 128. Oberschule in Flammen stand, eilten zwei Männer der benachbarten Kfz-Werkstatt Pauls Garage sofort zu Hilfe. Paul Bachmann und Stephan Klein brachten die vier Meerschweinchen und vier Zwergkaninchen in Sicherheit. Die Nager kamen mit dem Schrecken davon, nur ein Kaninchen büßte in den Flammen etwas Fell ein.

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Gesicherte Nahversorgung in der Elbgalerie
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Dabei war die Rettungsaktion nicht ganz ungefährlich für die beiden Autoschrauber. „Mein Kollege hat etwa gegen elf Uhr die ersten Flammen gesehen und kam mit einem Feuerlöscher angerannt“, erzählt Paul Bachmann. Doch das Feuer breitete sich schnell in der hölzernen Gartenlaube aus. Stroh und Heu fachten die Flammen zusätzlich noch an. „Am schlimmsten war der Rauch“, so Bachmann weiter. Mit sechs Feuerlöschern konnten sie den Brand schließlich löschen. Kurz danach traf die Feuerwehr ein, die mit dem Wasserschlauch noch einige Glutnester bekämpfte. Bachmann und sein Kollege wurden indes ins Krankenhaus gebracht. „Wir hatten aber zum Glück keine Rauchgasvergiftung“, sagt Bachmann erleichtert.

Die Schüler der Arbeitsgruppe „Junge Tierpfleger“ freuen sich, dass alle Tiere überlebt haben. Meerschweinchen und Kaninchen wurden provisorisch in einem Außengehege untergebracht und mit Futter und Streicheleinheiten wieder aufgepäppelt. AG-Leiter Hermann Hörnig hat sich nach dem Brand sofort in die Spur gemacht und neue Tier-Unterkünfte besorgt. „Die Gartenmärkte von Dehner und Hornbach haben jeweils einen Käfig gesponsert.“ Er hat seine eigene Theorie über die Brandursache: Hörnig vermutet, dass jemand eine glimmende Zigarette weggeworfen hat. Die Polizei ermittelt noch.

Die Gartenlaube hingegen steht noch als verkohlte Ruine im Schulgarten. Das Dach und zwei Wände wurden abgerissen, sollen aber wieder aufgebaut werden. Dafür wird derzeit Geld gesammelt. Nachdem die Kinder den ersten Schock überwunden haben, könnte es für sie demnächst eine süße Überraschung geben. Jeden Morgen schauen sie gespannt in die Tierkäfige, ob es schon kleine Kaninchen gibt. „Unser Rammler hat natürlich seine Chance gewittert“, sagt Hörnig schmunzelnd. Als alle Tiere nach dem Feuer zusammen ins Außengehege gesperrt werden mussten, hat er offenbar ganze Arbeit geleistet. Noch hat sich nichts getan, aber die Kaninchendamen sind mittlerweile auffällig rund geworden, sagt Hörnig.