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Feuerwehr muss immer öfter Türen öffnen

Die Wilthener Feuerwehr musste diese Woche ausrücken, um an der August-Bebel-Straße im Plattenbaugebiet für den Rettungsdienst die Tür einer Wohnung zu öffnen. Der Bewohner war nicht mehr in der Lage dazu.

Die Wilthener Feuerwehr musste diese Woche ausrücken, um an der August-Bebel-Straße im Plattenbaugebiet für den Rettungsdienst die Tür einer Wohnung zu öffnen. Der Bewohner war nicht mehr in der Lage dazu. Es war in diesem Jahr bereits der siebente derartige Fall.

Wenn der Rettungsdienst nicht in eine Wohnung hineinkommt, fordert die Leitstelle generell die Feuerwehr zum Türöffnen an, erklärt der Wilthener Gemeindewehrleiter Sven Kunath. Die Polizei ist in solchen Fällen auch immer zugegen, da es sich um einen Zutritt zu fremdem Wohneigentum handelt. Dass die Zahl derartiger Einsätze immer weiter zunimmt, liegt nach Aussagen von Sven Kunath daran, dass es immer mehr alleinstehende vereinsamte Menschen gibt, deren Angehörige weit weg sind oder wo die Kontakte abgebrochen sind. In den überwiegenden Fällen rufen Nachbarn den Rettungsdienst an, wenn ihnen auffällt, dass ein Nachbar lange nicht zu sehen ist. „Leider ist es in vielen Fällen dann schon zu spät“, sagt der Wilthener Feuerwehrchef. Seiner Meinung nach können solche Not-Türöffnungen vermieden werden, indem die Leute mehr miteinander reden. „Oft wäre es hilfreich, wenn der Nachbar weiß, wo es Angehörige oder Betreuer gibt und wie man sie erreicht.“ Meist haben diese einen Schlüssel für die Wohnung und könnten mal eher nach dem Rechten sehen.“ (SZ/ks)

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