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Feuerwehr rettet Bewohner aus verrauchtem Treppenhaus

Am Osterwochenende hat ein Brandstifter gleich zweimal im Keller des Wohnhauses in der Ebereschenstraße Feuer gelegt. Fünf Bewohner kamen in Kliniken.

© Roland Halkasch

Von Alexander Schneider

Es sind dramatische Szenen, die sich gestern in einem Wohnhaus in der Ebereschenstraße in Gorbitz abgespielt haben müssen. Flammen schlugen aus dem Kellerfenster, aus dem Treppenhaus qualmte es massiv – und am offenen Fenster riefen Bewohner um Hilfe.

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Ein sonniger Tag tut Körper und Geist gut. Doch ob auf dem Balkon, im Garten oder am Wasser: Hautschutz ist dabei unerlässlich.

Das ist das Bild, wie es sich der Feuerwehr in der Ebereschenstraße zeigte. Am Dienstag um 3.45 Uhr haben Anwohner die Feuerwehr alarmiert. Als Erstes trafen die Männer mit ihrem Löschzug von der Gorbitzer Statteilwehr vor dem sechsgeschossigen Mehrfamilienhaus ein. Sie mussten einige Bewohner mit Steckleitern aus dem verqualmten Haus retten. Andere wurden unter sogenannten Brandfluchthauben aus dem Haus geführt. Vor Ort behandelte der Rettungsdienst 16 Menschen, die über Atemwegsreizungen klagten. Fünf von ihnen mussten zur weiteren Behandlung in Krankenhäuser gebracht werden.

Den Brand selbst hatten die Einsatzkräfte schnell unter Kontrolle. Im Keller standen vier Abteile in Flammen, die mit einem Strahlrohr gelöscht wurden. Die betroffenen Mieter des Hauses fanden während des Einsatzes einen warmen Platz in einem Bus der Verkehrsbetriebe.

Unklar war, ob der Qualm über Versorgungsschächte in Wohnungen eingedrungen war oder über geöffnete Türen. Nicht alle Wohnungen waren verraucht. Nachdem die Feuerwehr die Wohnungen kontrolliert hatte, durften die Bewohner wieder zurück.

Erst am Ostermontag um 1 Uhr hatte es in einem anderen Kellerbereich dieses Hauses gebrannt, auch da rückte die Feuerwehr zum Löschen an. Verletzte waren nicht zu beklagen. Anhand der Spuren und der Häufung geht die Polizei von Brandstiftung aus. Einen Verdächtigen gebe es jedoch noch nicht, sagte eine Sprecherin: „Wir ermitteln mit Hochdruck.“

Auch in zwei weiteren Wohnhäusern wurde am Osterwochenende gezündelt. In einem Mehrfamilienhaus in der Hechtstraße, Leipziger Vorstadt, steckte ein Unbekannter am Montag gegen 4.45 Uhr einen Fahrradanhänger an. Von den Flammen wurde auch ein Kinderwagen erfasst. Die Feuerwehr löschte den Brand, es kam zu erheblichen Verrußungen.

In einem Innenhof in der Rudolfstraße, Neustadt, wurde Pappe vor einem Wohnhaus angezündet. Die Fassade, ein Fenster und ein Fahrrad wurden beschädigt, ehe die Feuerwehr auch diesen Brand gelöscht hatte. Die Polizei ermittelt in allen Fällen.