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Zwei Wehren bekommen neues Zuhause

Nach einem Jahr Verzögerung beginnt jetzt der Bau in Särichen. Dort kommen auch die Mückenhainer Kameraden unter.

Die Feuerwehren von Särichen mit Wehrleiter Falk Fünfstück (links) und aus Mückenhain mit Chef André Bucher bekommen jetzt ein gemeinsames Domizil. Der marode Altbau hat dann ausgedient.
Die Feuerwehren von Särichen mit Wehrleiter Falk Fünfstück (links) und aus Mückenhain mit Chef André Bucher bekommen jetzt ein gemeinsames Domizil. Der marode Altbau hat dann ausgedient. ©  Archiv/André Schulze

Knapp eine Million Euro lassen sich die Gemeinden Kodersdorf und Horka zusammen mit dem Freistaat Sachsen den Bau des neuen Feuerwehrgerätehauses in Särichen kosten. Mit seiner Doppelnutzung durch die Kameraden aus Särichen und Mückenhain ist das Projekt etwas ganz Besonderes. Die Umsetzung musste deshalb zuletzt in die Warteschleife.

Gebaut wird in Regie der Gemeinde Kodersdorf. Hier laufen die Fäden zusammen, hier werden Aufträge verteilt, damit es schon bald losgehen kann. Erst jüngst machten die Räte Nägel mit Köpfen: Tiefbauarbeiten und der Rohbau wurden an die jeweils wirtschaftlichsten Anbieter vergeben. Den Zuschlag erhielten zwei Kodersdorfer Unternehmen.

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Erster Anlauf 2019 funktionierte nicht

Damit wird ein Projekt verwirklicht, das im Laufe des vergangenen Jahres bei den Verantwortlichen der beiden Gemeinden, aber auch bei den Kameraden aus Särichen und Mückenhain, für so manche Sorgenfalte sorgte. Denn ursprünglich sollte das Objekt bereits 2019 entstehen. Allerdings gab es damals nicht das benötigte und eigentlich zugesagte Fördergeld. Durch die interkommunale Zusammenarbeit von Kodersdorf und Horka sollte der Fördersatz nämlich 90 Prozent betragen. Weil die Kassen des Freistaates für diese Zwecke nur begrenzt gefüllt waren, wurde der Zuschuss jedoch zusammengekürzt. Die erhofften 900.000 Euro wären so auf 360.000 Euro geschrumpft. Horka und Kodersdorf hätten sich 640.000 Euro Eigenmittel teilen müssen - vor allem für Horka überhaupt nicht machbar.

Günstige Baupreise wirken sich positiv aus

Nach Gesprächen mit dem Freistaat wurde klar, dass sich 2020 eine neue Förderchance ergeben würde. So hat das Land im Rahmen seiner Feuerwehrrichtlinie jetzt rund 880.000 Euro nach Kodersdorf überwiesen. Bei den von einem Planungsbüro errechneten voraussichtlichen Baukosten von circa 995.000 Euro macht das für Horka und Kodersdorf jeweils 57.500 Euro Eigenmittel aus.

Allerdings könnte die Schlussrechnung durchaus günstiger ausfallen. Schon die ersten Vergaben haben gezeigt, dass die Baupreise derzeit recht moderat sind. Statt der vom Planer veranschlagten rund 56.000 Euro für die Tiefbauarbeiten werden laut Angebot des wirtschaftlichsten Bieters nur etwa 48.500 Euro fällig. Noch gravierender fällt der Unterschied beim Rohbau aus. Dort hatte der Planer Kosten von reichlich 197.000 Euro errechnet. Vergeben wurde der Auftrag für etwas mehr als 105.000 Euro.

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