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Feuerwehren üben den Ernstfall

Im Sommerlager haben die Kameraden zwei Großeinsätze nachgespielt – erstmals sogar mit Polen zusammen.

Von Thomas Christmann

Ein Verkehrsunfall. Die Straße „Dreihäuser“ zwischen Oderwitz und Hainewalde bleibt Stunden gesperrt. Zwei Autos sind ineinander gefahren, ein weiteres liegt auf der Seite. Neun Insassen haben sich verletzt und müssen befreit werden. Vor Ort rücken 71 Kameraden mit zwölf Fahrzeugen der Feuerwehren aus Mittelherwigsdorf, Ober- und Niederoderwitz, Spitzkunners- und Leutersdorf, Eibau sowie Boleslawiec (Bunzlau) an. Hinzu kommen 20 Rettungskräfte vom DRK, zwei Funkstreifenwagen und der Verkehrsunfalldienst. Eine Übung. Der Oderwitzer Gemeindewehrleiter Alexander Pollier leitet den Einsatz am Sonnabend. Er beschreibt ihn als anstrengend, aber kontrollierbar. „Wir haben gute Leute“, sagt er. Auch im Ernstfall helfen die Feuerwehren über die Ortsgrenzen hinaus.

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Deshalb üben sie das Zusammenspiel einmal jährlich zum Sommerlager. Dieses Jahr hat das die Feuerwehr Spitzkunnersdorf ausgerichtet und neben den Nachbarorten erstmals auch ihre Partner aus Boleslawiec eingeladen. Schon am Freitagabend probten die Kameraden einen Einsatz in der ehemaligen SB-Halle. Sie spielten einen Großbrand in einer Produktionshalle nach, mit eingeschlossen Personen. Unterstützung kam dort vom Katastrophenlöschzug „Löschwasserversorgung“ des Landkreises. Vor dem zweiten Großeinsatz lernten Feuerwehr und Rettungsdienst an vier Stationen die Arbeit des anderen kennen. Während die Kameraden sich in Erster Hilfe auffrischen ließen, durften die Rettungskräfte einen Scheren-Spreizer und hydraulischen Rettungszylinder – zum Auseinanderdrücken von Fahrzeugteilen – in die Hand nehmen. Die Arbeit mit den Geräten erfordere körperliche Höchstleistung, so Pollier. Mit dem Ablauf des Sommerlagers ist die Leitung zufrieden und bedankt sich bei allen Helfern. 2015 richtet die Eibauer Feuerwehr das Lager aus.