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Feuerwehrhaus heizt bald mit Wärmepumpe

Das neue Feuerwehrhaus in Althirschstein bekommt eine Wärmepumpenheizung. Das entschieden die Gemeinderäte von Hirschstein bei ihrer Sitzung am Mittwochabend. Leicht gemacht haben sie sich die Entscheidung nicht.

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Das neue Feuerwehrhaus in Althirschstein bekommt eine Wärmepumpenheizung. Das entschieden die Gemeinderäte von Hirschstein bei ihrer Sitzung am Mittwochabend. Leicht gemacht haben sie sich die Entscheidung nicht. Knapp eine Stunde diskutierten sie das Für und Wider der zwei Angebote. Die geplante wöchentliche Nutzung und der Zeitpunkt, ab dem sich die teurere Heizung rechnet, wurde besonders diskutiert.

Bereits bei der letzten Gemeinderatssitzung vor zwei Wochen sollten die kompletten Elektroarbeiten vergeben werden, inklusive Einbau einer Nachtspeicherheizung.

Kay Brüggemann, Chef der gleichnamigen Elektrofirma aus Stauchitz, die sich als einzige mit einem Angebot auf die Ausschreibung bewarb, äußerte aber Bedenken. Er schlug am 11. November eine Alternative mit Wärmepumpenheizung vor.

Diese verbraucht deutlich weniger Strom als die Nachtspeicherheizung und spart Betriebskosten. Ein Fachplaner für die Elektroarbeiten wurde mit dem Ingenieur Günter Zönnchen aus Meißen beauftragt. Mit der Firma Brüggemann rechneten sie beide Varianten durch. Bei der Nachtspeicherheizung kostet der Betrieb im Jahr 2200 Euro. Die Wärmepumpe kommt mit zwölf Kilowatt Leistung mit 590 Euro, inklusive 100 Euro Wartungskosten deutlich günstiger. Allerdings fallen dafür auch 29811 Euro mehr Anschaffungskosten an.

Für das zusätzliche Geld wird die Wärmepumpe mit einer modernen Fußbodenheizung installiert, die bei Bedarf später auch auf andere Heizarten umgestellt werden kann. Diesen Vorteil hätte die Nachtspeicherheizung nicht, die ihre Wärme über ein Gebläse verbreiten würde.

Die Wärmepumpe ist ein etwa kühlschrankgroßes Gerät, das genau entgegengesetzt zu diesem funktioniert. Sie entzieht der Umgebung außen Wärme und heizt damit innen. In den Mehrkosten von knapp 30000 Euro sind auch schon der Einbau einer anderen Bodenplatte und ein spezieller Heiz-estrichanstrich enthalten.

Heizung rechnet sich schneller

Bei der vorgesehenen Nutzung der Feuerwehr für ein bis zwei Nachmittag in der Woche würde sich die Wärmepumpenheizung erst nach 17 Jahren gegenüber der Nachtspeicherheizung rentieren. Eine zu lange Zeit, wie viele Gemeinderäte zu Beginn der Besprechung fanden. Mit stetig steigenden Strompreisen und einer möglicherweise häufigeren Nutzung des Feuerwehrhauses in der Zukunft, rechnen sich die teureren Anschaffungskosten schneller.

Ausschlaggebender Punkt war dann wohl aber die Nachricht von Bürgermeisterin Christine Gallschütz (CDU), dass mit der bereits zugesagten Förderung für das ganze Feuerwehrhaus nur etwa 7000 Euro zusätzlich auf die Gemeinde zukommen würden. K. Deider