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Feuerwehrleute in Wurschen können jetzt renovieren

10 000 Euro haben die Kameraden von der Sparkasse erhalten. Überzeugt hat vor allem die Jugendarbeit

© Uwe Soeder

Von Kerstin Fiedler

Da herrscht einfach nur Freude bei den Feuerwehrleuten in Wurschen. Denn schon bald soll es losgehen mit den Bauarbeiten an ihrem Gerätehaus – und hier vor allem im Gemeinschaftsraum. Die Kreissparkasse Bautzen und die Sparkassenstiftung stellen für neue Fenster, Türen und ein dichtes Dach jeweils 5 000 Euro zur Verfügung. Jetzt wurde der Scheck symbolisch an Ortswehrleiter Gerd Gräubig, seinen Stellvertreter Daniel Gallasch und Jugendwart René Seidel übergeben.

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Brigitte Richter von der Sparkasse weiß schon, dass Feuerwehrarbeit Pflichtaufgabe der Kommunen ist. Doch in diesem Fall sieht sie dahinter noch etwas mehr. „Als die Wurschener zum ersten Mal anfragten, ob wir sie unterstützen können, waren unsere Möglichkeiten eigentlich schon fast erschöpft“, sagt Brigitte Richter. Denn es lagen bereits viele Förderanträge vor. Doch vor allem der stellvertretende Ortswehrleiter Daniel Gallasch ist einfach drangeblieben. Er hat aufgelistet, was die Kameraden alles machen – und nicht nur zum Löschen, Bergen oder Helfen. Er beschrieb vor allem die vor einem Jahr neu gegründete Jugendfeuerwehr. „Es ist doch wirklich erstaunlich, wie viele Kinder und Jugendliche damit erreicht werden und etwas Sinnvolles lernen“, sagt Brigitte Richter. 15 Mitglieder hat die Jugendfeuerwehr derzeit, mehr sind kaum zu betreuen. Doch wenn die Mädchen und Jungen sich treffen, müssen sie das teilweise in einem Raum, dessen Dach undicht ist und wo es durch die Türen und Fenster zieht und einregnet. Gleichzeitig ist dies die Mannschaftsunterkunft. Also wurde in Bautzen nachgedacht, wie den Wurschenern geholfen werden kann.

Das Ergebnis sind 10 000 Euro. „Wir haben uns gesagt, dass es wenig nutzt, wenn wir hier nur 100 Euro hergeben. Das hilft nicht, denn hier muss was im Ganzen passieren“, sagt Brigitte Richter. Gerade weil die Jugendarbeit der Sparkasse in ihren Gremien sehr am Herzen liegt und hier innerhalb eines Jahres viel geschaffen wurde.

Auch in diesem Jahr wird sich die Jugendfeuerwehr bei der 48-Stunden-Aktion beteiligen, und sie bewirbt sich auch um Förderung durch die mobile Jugendarbeit. Mit der gibt es nämlich gute Erfahrungen. Unter anderem bei der Gestaltung des Buswartehäuschens im Ort und der Fassade am Gerätehaus. Jetzt soll eine Feuerstelle am Teich nahe der Feuerwehr entstehen. Am 1. Juni wird es gemeinsam mit der Kita Löwenzahn ein großes Kinderfest zum Kindertag geben. Und wenn Ende Mai die Feuerwehr-Stadtmeisterschaft Weißenberg in Wurschen stattfindet, dann hat der Nachwuchs mitgeholfen, den Sportplatz und die Wettkampfwiese zu beräumen. In diesem Jahr feiert die Wurschener Wehr ihr 110-jähriges Bestehen.

Ortswehrleiter Gerd Gräubig ist stolz auf seine Kameraden. Und auf die Nachwuchsarbeit. „Wurschen ist der einzige Ort in der Stadt Weißenberg, der wächst. Das sehe man auch an der Feuerwehr. „2013 haben wir drei neue Mitglieder aufgenommen“, sagt Gräubig. Und der Altersdurchschnitt der insgesamt 47 Mitglieder beträgt somit 36 Jahre.

Für die Arbeiten am Feuerwehrhaus sind schon örtliche Firmen gefragt worden, die zu günstigen Preisen arbeiten. Dazu kommt die Eigenleistung der Wurschener und die Hilfe der Stadtverwaltung. Immerhin muss ein Asbest-Dach entsorgt werden. Das will die Stadt übernehmen.