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Feuerwerk an der Malter wird nachgeholt

Es wird in diesem Jahr noch ein Feuerwerk an der Talsperre Malter geben, versichert Klaus Kaiser, Geschäftsführer der Weißeritztal-Erlebnis GmbH (WTE). Er hatte sich gestern schon etwas von dem Schlag...

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Von Regine Schlesinger

Es wird in diesem Jahr noch ein Feuerwerk an der Talsperre Malter geben, versichert Klaus Kaiser, Geschäftsführer der Weißeritztal-Erlebnis GmbH (WTE). Er hatte sich gestern schon etwas von dem Schlag erholt, der das Unternehmen Sonnabendnacht völlig unerwartet traf, als wegen einer Panne das lange vorbereitete Feuerwerk für „Malter in Flammen“ abgesagt werden musste. Der Termin für die neue Veranstaltung steht auch schon fest. Es wird der 28. August sein, bei dem auch der Abschluss der Camper-Saison gefeiert wird. „Ich weiß, dass viele Menschen verärgert sind. Deshalb will ich, dass das Feuerwerksspektakel nachgeholt wird“, sagt Klaus Kaiser. Er ist sich auch sicher, dass das kein Feuerwerk in abgespeckter Form wird, sondern so eines, wie es auch für Sonnabend geplant war. Ein erstes Gespräch mit der Feuerwerksfirma gab es bereits. Kaiser hofft auch, sich mit dem Unternehmen in der Frage der Kosten fürs ausgefallene Spektakel einig zu werden.

Elektronik nass geworden

Inzwischen verdichten sich die Hinweise darauf, dass die Ruderboote, auf denen wie in den Vorjahren auch der Ponton mit der Feuerwerksausstattung ruhte, durch Wellen voll gelaufen sind, die von den Shuttle-Booten ausgelöst wurden. Leider habe das niemand bemerkt, als gegen 20 Uhr der Ponton von einem Motorboot hinaus auf die Talsperre gezogen werden sollte, sagt der WTE-Chef.

So kam, was kommen musste. Die Plattform tauchte ins Wasser. Dabei wurde auch die Elektronik nass, die das Feuerwerk zünden sollte. Deshalb hätte es auch nichts gebracht, die Boote auszupumpen. Den Vorschlag, das Lichtspektakel von Land aus zu zünden, lehnte der Feuerwerker ab, weil er keine Garantie für die Sicherheit der Zuschauer und der umliegenden Gebäude übernehmen konnte.

So habe es schließlich keine andere Entscheidung geben können als die Absage. „Es ist mir wirklich nicht egal gewesen, auf die Bühne zu gehen und das zu verkünden. Auf Regen waren wir vorbereitet, aber auf so etwas nicht“, sagt Klaus Kaiser.

Kritik gab es am Krisenmanagement. Die 1500 bis 2000 Besucher, die das Spektakel von Malter aus verfolgen wollten, erfuhren nicht, was passiert war, weil die Durchsage nur in Paulsdorf und in Seifersdorf zu hören war. Laut Kaiser befand sich zu diesem Zeitpunkt nur noch eine Person, mit der es Handykontakt gab, in Malter. Man habe nicht einem Einzelnen zumuten wollen, dass er sich vor die Massen stellt und ihnen sagt, „Malter in Flammen“ fällt aus, erklärt der WTE-Chef. „Das ist uns aber alles eine Lehre für die nächsten Jahre“, versichert er.

Ihn tröstet etwas, dass die Absage des Feuerwerks nicht zu einer Massenflucht führte. In Paulsdorf machten die Bierwagen erst um zwei Uhr dicht. Bei allem Pech sei es schön gewesen zu sehen, wie viele Menschen Interesse an so einer Veranstaltung haben. „Sie hat eine Dimension angenommen, die uns zeigt, dass wir mehr Partner mit ins Boot holen müssen.“