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Autoclub will Tempo 30 vor Schule

Gefühlt ist es eine Gefahrenstelle, doch die Fahrzeugdichte auf der Stolpener Straße in Arnsdorf ist wirklich hoch. Das hat jetzt eine Verkehrszählung bestätigt.

Vor der Grundschule Arnsdorf fordern Elternvertreter und der Verkehrsclub ACE jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde.
Vor der Grundschule Arnsdorf fordern Elternvertreter und der Verkehrsclub ACE jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde. © Symbolfoto: André Schulze

Arnsdorf. Der Elternrat der Arnsdorfer Grundschule hat bereits eine Begrenzung der Höchstgeschwindigkeit auf der Stolpener Straße vor der Grundschule gefordert. Jetzt unterstützt der ACE Auto Club Deutschland das Vorhaben. Andreas Becht vom ACE hat nach eigenen Angaben an zwei unterschiedlichen Tagen das Verkehrsaufkommen in der Arnsdorfs Ortsmitte erfasst. Gezählt wurde einmal frühmorgens und nochmals am Nachmittag, jeweils innerhalb einer Stunde. Bei der morgendlichen Verkehrszählung zwischen 7 und 8 Uhr wurden gesamt 470 Fahrzeugen, davon 329 PKW, 77 Kleintransporter und 27 LKW registriert. Nachmittags zwischen 15 und 16 Uhr befuhren 787 Fahrzeuge die Ortslage. Erfasst wurden 633 PKW, 79 Kleintransporter, 30 LKW und 20 Motorräder, teilt der Club mit. 

So hohe Zahlen nicht erwartet

„Diese Zahlen haben mich überrascht. Obwohl ich diese Straße gut kenne, hätte ich nicht gedacht, dass ein so hohes Verkehrsaufkommen zu erwarten ist“, sagt Becht. Für Ilko Keßler, ACE Vorsitzender Ostsachsen und gleichzeitig Bürgermeisterkandidat des Arnsdorfer Bürgerforums, sind Ergebnisse eine Bestätigung. „787 Fahrzeuge in der Stunde bedeuten alle fünf Sekunden ein Auto. Diese Verkehrszahlen lassen in Spitzenzeiten eine sichere Straßenquerung vor dem Krankenhaus, dem Sportplatz oder zwischen den beiden Einkaufsmärkten kaum zu“, sagt er. Der ACE ist deshalb für eine Reduzierung der Höchstgeschwindigkeit auf 30 Kilometer pro Stunde. 

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Ungeachtet dessen appelliert der ACE an alle Familien mit Kindern im Vor- und Grundschulalter, den Schulweg in Arnsdorf rechtzeitig in der anstehenden Ferienzeit zu üben. Autofahrer sollten, mit Rücksicht auf Fußgänger vor Ort, den Fuß vom Gaspedal nehmen. 

Vor einigen Wochen hatte bereits der Elternrat der Grundschule gemeinsam mit dem Krankenhaus und anderen lokalen Organisationen eine Tempo-30-Zone vor der Grundschule gefordert und symbolisch einen Antrag gestellt. Tempo-30-Zonen wurden bisher nur eingeführt, wenn ein Unfallschwerpunkt oder eine dringende Gefährdung der Verkehrsteilnehmer besteht. Doch laut eines Beschlusses des Bundesrates wird die Einrichtung einer Tempo-30-Zone vor sozialen Einrichtungen wie Schulen, Seniorenheimen oder Krankenhäusern mittlerweile erleichtert, um schwächere Verkehrsteilnehmer zu schützen. Für Marcus Fuchs, Vorsitzender des Elternrats der Schule, ist „es mittlerweile höchste Zeit zu handeln“, da die Sicherheit der Kinder zunehmend gefährdet sei. (SZ)

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