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Fiel: "Da bin ich kurz zusammengezuckt" 

Dynamos Trainer warnt vor den schnellen Stürmern von St. Pauli, beobachtet weiter den Transfermarkt  und erteilt Aufklärung in Sachen  Torabschlüssen. 

Cristian Fiel hatte in dieser Woche einen ungewöhnlichen Dialog mit einem Spieler.
Cristian Fiel hatte in dieser Woche einen ungewöhnlichen Dialog mit einem Spieler. © dpa-Zentralbild/Robert Michael

Die Effizienz ist das große Problem, spielerische Dominanz und Chancenübergewicht stehen gerade in einem ungünstigen Verhältnis zur Punktausbeute. Das Dilemma bei den Abschlüssen ist offensichtlich auch innerhalb der Mannschaft ein Thema. Cristian Fiel jedenfalls berichtete einen Tag vor dem Heimspiel gegen St. Pauli (Anstoß am Samstag um 13 Uhr) von einem Dialog mit Jannis Nikolaou. Der sei zu ihm gekommen und habe gefragt, ob sie eigentlich auch aus 25 Metern mal schießen dürfen.  "Da war ich kurz erschrocken und habe ihm geantwortet: Fragst Du das im Ernst?", erzählte der Trainer.  Natürlich dürfe jeder von überall schießen. 

Den Spielern war das so offenbar nicht bewusst. Fiel setzt auf spielerische Lösungen - auf dem gesamten Platz. Der Ball soll so lange durch die eigenen Reihen rollen, bis sich eine Lücke auftut. Fernschüsse könnten da als Verzweiflungstat interpretiert werden. Doch sie sind gegen St. Pauli womöglich ein geeignetes Mittel.

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Vor Ballverlusten warnte Fiel jedenfalls eindringlich. "Die können gegen St. Pauli richtig wehtun", sagte er und berichtete von seinem Fernsehabend am Montag, als er den Gegner beim 2:1-Sieg gegen Holstein Kiel studierte. "Die haben Spieler mit einem brutalen Tempo. Als ich Christian Conteh sprinten gesehen habe, bin ich zusammengezuckt", so Fiel. Der 20-Jährige soll der schnellste Spieler der 2. Liga sein. 

Die Hamburger verstärkten sich zuletzt mit Youba Diarra und Sebastian Ohlsson , kündigten jedoch an, ohne die zwei nach Dresden zu reisen. "Da bleibt letztlich ein Überraschungsmoment", warnt Fiel. Dynamo hat in dieser Woche mit Osman Atilgan und Lucas Röser zwei Angreifer abgegeben, was aber nicht bedeutet, dass damit die Transferaktivitäten definitiv abgeschlossen sind. "Ich habe zwar keine Wünsche mehr, trotzdem sind wir im Austausch. Solange noch was möglich ist, sollte man sich immer unterhalten", findet Fiel. Am Montag endet die Wechselperiode.

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Moussa Koné profitiert auf jeden Fall von den beiden Abgängen. Fiel kündigte an, dass der Angreifer nach zwei Spielen Pause am Samstag wieder zum Kader gehören wird. Tim Boss fällt mit einer Gesäßprellung aus. Auch für Marco Hartmann, der nach seiner Muskelquetschung in dieser Woche wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen ist, kommt ein Einsatz definitiv zu früh. Er soll bei den Tests in der Länderspielpause "einige Minuten bekommen. Und dann müssen wir von Einheit zu Einheit schauen. Normalerweise braucht man nach solcher einer Zwangspause einige Wochen, um auf ein Level zu kommen, mit der man der Mannschaft helfen kann", so Fiel.

Vor der Pause möchten die punktgleichen Tabellennachbarn Dresden und St. Pauli auf jeden Fall punkten, um sich von den Abstiegsrängen absetzen zu können. 

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