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Figuren führen die Gäste

Mit neuen Ideen reagiert die Gemeinde Neschwitz auf Wünsche der Besucher. Und auch sonst hat sie sich einiges einfallen lassen.

© Carmen Schumann

Von Carmen Schumann

Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Das Barockschloss Neschwitz mit seinem Park erfreut sich bei den Besuchern einer ungebrochenen Beliebtheit. Das kann Bürgermeister Gerd Schuster mit Zahlen untermauern: „Die Gästezahlen sind konstant geblieben mit leicht steigender Tendenz“, sagt er. „Kamen im Jahr 2012 rund 26 000 Besucher, waren es im vergangenen Jahr fast 2 000 mehr.“ Dies sei schon deshalb bemerkenswert, da 2013 die Tourist-Info aus Geldmangel geschlossen werden musste. Dies habe aber zum Glück nicht dazu geführt, dass Anmeldungen für Führungen zurückgingen. Es habe sich aber gezeigt, dass die Besucher sich am liebsten von Figuren aus der Geschichte des Ortes führen lassen wollen. Also von Personen in historischen Gewändern.

Vier Gästeführer warten

Diesen Wünschen ist man nun nachgekommen. Seit Jahresbeginn stehen vier Gästeführer in den Startlöchern, die, jeder auf seine Weise, die Besucher von Neschwitz in die Historie des Ortes entführen wollen. Der ortsansässige Arnd Lehmann, der bislang hauptsächlich in Zivil durch das Heimatmuseum führte, schlüpft jetzt in eine Mönchskutte und stellt „Bruder Johannes“ dar, einen der zwölf Mönche, die der Sage nach in den Schlosskeller verbannt wurden. Ebenfalls aus Neschwitz stammt Dr. Katharina Elle. Sie stellt die Gouvernante der Schlossherren „Fräulein von Oheimb“ dar, schlüpft aber bei Bedarf auch in das Gewand einer Müllerin, um durch die Bockwindmühle Luga zu führen. Dies übernimmt zuweilen auch Reinhard Thomas aus Preske, bestens bekannt auch als „Pumphut“. Aber er kann auch in die Rolle des „Haushofmeisters Johann“ schlüpfen, um durch Schloss und Park zu führen.

Dies möchte auch Franziska Henke, und zwar in Gestalt einer feinen Dame vom Dresdener Hof, die in Neschwitz zu Gast ist. „Clara“ wird sie heißen und nicht nur über die Historie berichten, sondern auch über Etikette und Sitten sowie die Fächersprache. Franziska Henke aus Bautzen ist den Besuchern ihrer Heimatstadt auch als „Tuchhändlerin Teda“ bekannt. Das Gewand der Hofdame Clara ist momentan allerdings noch nicht fertig. Das wird erst im März der Fall sein.

Arbeiten an den Schlossbrunnen

Bürgermeister Gerd Schuster hat zu Beginn des neuen Jahres noch weitere erfreuliche Entwicklungen im Bereich Tourismus zu verkünden. So können ab sofort auch Namensweihen, also eine Art weltliche Taufe, angeboten werden. Bisher war dies nur in Bautzen, Königswartha und Königsbrück möglich. Optimistisch ist der Bürgermeister auch, dass das im Vorjahr geschlossene Eiscafé im Schlosspark zu Saisonbeginn wieder öffnen wird. Verhandlungen dazu seien im Gange. Die drei Schlossbrunnen können in diesem Jahr technisch in Ordnung gebracht werden. Für die Restaurierung der darauf befindlichen Putten müsse allerdings noch um Spenden geworben werden, da dafür keine Fördertöpfe zur Verfügung stehen.

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