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Filialsterben lässt sich aufhalten

Marleen Hollenbach kommentiert den Rückzug der Banken aus der Fläche.

Marleen Hollenbach über den Rückzug der Banken.
Marleen Hollenbach über den Rückzug der Banken. © SZ/Uwe Soeder

Für Banker ist es eine einfache Rechnung. Eine Filiale ist teuer und wenn immer weniger Kunden sie besuchen, ist es wirtschaftlich sinnvoller, sie einfach zu schließen. Die meisten Menschen erledigen ihre Geldgeschäfte sowieso am Rechner und der Rest soll sich doch bitte sein Bargeld im Supermarkt holen. Natürlich ist das überspitzt formuliert. Doch so in etwa dürfte die „Optimierung des Filialnetzes“ der Volksbank bei jenen Kunden ankommen, die auf die Geldhäuser angewiesen sind. Das sind vor allem ältere Menschen auf dem Land, die eben nicht mit Online-Banking zurechtkommen oder einfach mal fix mit dem Auto in den Nachbarort fahren können.

Man kann den Banken ja gar nicht übelnehmen, dass sie wirtschaftlich denken. Mit Zahlen umgehen, ist ihr Job. Doch es gibt durchaus Alternativen zum Filialsterben. Hessen macht es vor. Dort kooperiert die Frankfurter Volksbank mit dem Konkurrenten, der Taunus Sparkasse. In den dünner besiedelteren Gebieten teilen sich die Geldhäuser die Geschäftsstellen. An einigen Tagen sind die Mitarbeiter der Sparkasse, an anderen die Kollegen der Volksbank vor Ort.

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