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Filmrolle rückwärts in die Fünfziger

Ab März laufen im Zittauer Kronenkino alte Schlagerfilme mit Caterina Valente und Peter Alexander. Es ist ein Test.

Zittau. Wenn Filmklassiker wie „Liebe, Tanz und 1 000 Schlager“ oder „Bonjour Kathrin“ über die Mattscheibe flimmern, schlägt Bruno Jezeks Herz im Schlagertakt mit. Warum sollte er diese Freude an den alten Kinohits aus den 1950er und 1960er Jahren nicht mit anderen teilen, dachte sich der heute 78-Jährige. Diesen Überlegungen kam entgegen, dass Steffen Tempel, der Leiter des Zittauer Kronenkinos, mal etwas mit Bruno Jezek machen wollte. Zu dem Lichtspielhaus hat der Ruheständler eine besondere Beziehung: Sein Großvater hatte 1930 das Haus übernommen und als Kino betrieben. Bruno Jezek selber kam Ende der 1970er Jahre zum Kronenkino, nachdem er 14 Jahre lang zur See gefahren war.

In den späten 1980er Jahren hatte er sich für Reparaturarbeiten am Gebäude, vor allem am Dach, eingesetzt. Ohne diesen Einsatz wäre das Kronenkino vielleicht eingefallen, meint Tempel. Es wäre heute kein Kino mehr. So aber laufen seit zehn Jahren wieder regelmäßig Filme im Saal. Demnächst auch besagte Klassiker mit Caterina Valente und Peter Alexander. Ab März startet die Hillersche Villa als Betreiber des Lichtspielhauses eine neue Filmreihe mit den ehemaligen Publikumslieblingen. So wie in den 1950er und 1960er Jahren, den goldenen Zeiten des deutschen Schlagerfilms, sollen sie auch heute die Massen ins Kino locken.

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Bruno Jezek hat bereits im Vorfeld erste Kontakte zu Senioreneinrichtungen aufgenommen, um das Interesse der potenziellen Besucher auszuloten. Denn, so viel ist klar, die Filmreihe wird sich vor allem an das ältere Publikum richten. Jungen Kinogängern werden Namen wie Caterina Valente, Peter Alexander oder Lolita gar nichts mehr sagen. Viele dieser singenden Darsteller sind bereits gestorben, oder, wie Caterina Valente, inzwischen hochbetagt. Nichtsdestotrotz sind die Vorstellungen auch für „jüngere“ Generationen offen, betont Tempel. Einmal im Monat, immer am ersten Freitag, sollen die Klassiker im Kronenkino laufen. Im März geht es los. Gezeigt werden sollen ausschließlich Musik- und Schlagerfilme aus der bundesdeutschen Nachkriegszeit. Mit einer Ausnahme: „Die Feuerzangenbowle“ mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944. (jl)