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Fins Eltern werden in Löbau bestattet

Die Staatsanwaltschaft hat die Leichen freigegeben. Ob Betäubungsmittel oder Alkohol im Spiel waren, steht aber bislang noch nicht fest.

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Von Jens Ostrowski

Strehla/Löbau. Noch einige Tage, dann finden Vivien und Erik ihre letzte Ruhe. Nach Informationen der Sächsischen Zeitung werden die beiden jungen Eltern des dreijährigen Fin am Freitag in Ottenhain bei Löbau beerdigt. „Die Obduktion ist abgeschlossen. Die Leichen sind freigegeben worden“, sagte Staatsanwaltssprecher Lorenz Haase. Zwar stünden die Befunde noch aus, ob der 24-jährige Erik als Fahrer möglicherweise unter dem Einfluss von Alkohol oder Betäubungsmitteln stand.

Routineüberprüfung

Diese würden aber bis Ende der Woche vorliegen. Lorenz Haase betonte auch, dies sei eine Routineüberprüfung bei tödlichen Unfällen. Unterdessen hätten die Untersuchungen aber klar ergeben, dass beide infolge des Unfalls ums Leben kamen. „Es wäre nicht das erste Mal, das beispielsweise ein Herzinfarkt Ursache für einen Unfall ist“, erklärte Lorenz Haase.

Das Paar war am Karnevalstag auf der Canitzer Straße in Riesa bei Regen von der Straße abgekommen, gegen einen Baum geprallt und in ihrem Fahrzeug verbrannt.

Sie hinterlassen ihren dreijährigen Sohn Fin, der sich momentan zwar noch im Kinderheim in Strehla befindet, aber noch vor Weihnachten zu den Großeltern väterlicherseits nach Löbau ziehen soll, teilte das Landratsamt Meißen vor einigen Tagen mit. Sie hatten sich seit dem Unfall viel Zeit gelassen für ihre Entscheidung.