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Dippoldiswalde

Firma in Reichstädt muss umziehen

Vor drei Jahren hat die Stadt Dipps einen Pachtvertrag geschlossen. Doch dabei ist etwas schiefgegangen, was nun korrigiert wird.

Rot markiert ist der vorgesehene neue Standort im Industriegebiet Reichstädt für die Baufirma. Er liegt nicht mehr so nah am Wohngebiet wie das jetzige Grundstück.
Rot markiert ist der vorgesehene neue Standort im Industriegebiet Reichstädt für die Baufirma. Er liegt nicht mehr so nah am Wohngebiet wie das jetzige Grundstück. © Egbert Kamprath

Der Verwaltungsausschuss der Stadt Dippoldiswalde musste auf seiner jüngsten Sitzung einen Fehler aus dem Jahr 2017 korrigieren. Damals hat die Stadt Dippoldiswalde ein Grundstück im Industriegebiet Reichstädt an ein Bauunternehmen verpachtet. Das hat dort einen Brecher für Baumaterialien betrieben und auf der Fläche Erdmassen und Baumaterial gelagert. Dann musste aber das Landratsamt einschreiten und hat die Stadt und das Unternehmen verwarnt, weil die Fläche zu nahe an der Wohnbebauung liegt. Der Abstand beträgt weniger als 500 Meter. Daher ist hier der Betrieb nicht zulässig. Das Gelände liegt in Richtung Dorf am östlichen Rand des Industriegebiets

Nun haben sich die Stadt und das Unternehmen auf einen Tausch geeinigt, der das Problem löst, erläuterte Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU) auf der jüngsten Sitzung des Verwaltungsausschusses. Die Stadt bietet dem Unternehmen eine andere Fläche an, die rund 200 Meter weiter von den Wohnhäusern entfernt mitten im Industriegebiet liegt. Sie wurde bisher von der Agrargesellschaft Ruppendorf genutzt. Der alte Pachtvertrag, der noch bis Oktober 2022 läuft, bleibt bestehen und wird auf das neue Grundstück übertragen. Vorgesehen ist darin, dass die Baufirma spätestens zum Ende des Pachtvertrags die Fläche mit rund 5.000 Quadratmeter der Stadt abkauft. Die Pacht beträgt 2.500 Euro im Jahr. Die schon gezahlte Summe würde bei einem Kauf auf den Preis angerechnet. Außerdem muss sich das Unternehmen darum kümmern, dass es vor Betriebsbeginn auf der neuen Fläche eine Genehmigung vom Umweltamt im Landratsamt bekommt. Die Kaution in Höhe von 10.000 Euro, die das Unternehmen hinterlegt hat, um eine Räumung des Grundstücks abzusichern, wird ebenfalls in den neuen Vertrag übernommen. Der Ausschuss stimmte der neuen Regelung zu. 

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