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Firma Velomat fährt zu Wien-Messe

Die Messelektronik GmbH hat die Finanzkrise ohne Not überstanden. Bald feiert man das Zwanzigjährige.

Von Frank Oehl

Vor 20 Jahren gab es eine wahre Flut von Firmengründungen. Vielen Betrieben war in der Marktwirtschaft nur ein kurzes Dasein beschieden. Die Velomat Messelektronik GmbH gehörte nicht dazu. Sie steht heute – auch nach der Finanz- und Wirtschaftskrise – richtig gut da. Das Firmenkonzept der vier Gründungsgesellschafter um Reinald Wunderwald hat gegriffen.

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„Velomat“ setzt sich aus „velox“ und „Automation“ zusammen. Das lateinische Wort steht für Schnelligkeit und Flexibilität. Diese Eigenschaften zeichnet seit 20 Jahren nicht nur die sich wandelnde Velomat-Produktpalette aus, sondern auch die Geschäftsphilosophie. Die speziellen Bedürfnisse des Kunden stehen im Mittelpunkt. Als Produzent und Dienstleister für Industrieelektronik und Sensorik hat sich Velomat auf dem Markt der Messtechnik in Deutschland und Europa einen Namen gemacht. Dies zeigt sich auch in der erfolgreichen Teilnahme an hochkarätigen Messen. Derzeit bereitet das Team die Präsentation auf der Vienna-Tec vom 12. bis 15. Oktober in Wien vor, wo ein Mix neuer Produkte vorgestellt wird.

Zuvor aber wird gefeiert. Am 10. September laden die 31 Mitarbeiter, darunter drei Auszubildende, Gäste aus Wirtschaft und Politik ein, um auf eine erfolgreiche Zeit zurück- und nach vorn zu blicken.

Drei Mio Euro investiert

„Angefangen haben wir zu viert“, erinnert sich Reinald Wunderwald. Nach dem sich abzeichnenden Ende des militärwissenschaftlichen Gerätebaus in Kamenz nahm man das weitere berufliche Schicksal in die eigenen Hände. Zunächst musste in Material und Technik investiert werden, und gerade, als die Firma sich Mitte der Neunziger Jahre mit ihrer Messelektronik etabliert hatte, kam die Krise des Maschinenbaus. „Die hatte uns hart getroffen“, erinnert sich Wunderwald. Seit 2000 aber hat sich das Unternehmen, neu strukturiert, gut behauptet. Vor allem in den Bereichen Kraftmesstechnik, Kleinsteuerungen und Anzeige-Bediengeräte. Das beste Jahr war 2008, als man einen Umsatz von immerhin 2,6 Mio Euro erwirtschaften konnte. Sogar der Beinahe-Zusammenbruch des weltweiten Finanzsystems wurde überstanden.. „Die Firma war zu keiner Zeit in Gefahr“, so der Geschäftsführer.

Heute unterhält Velomat Kontakt zu Vertretungen in Österreich, Schweiz, Niederlande und demnächst auch in Norwegen. Wunderwald: „Die Leistungen unserer Mitarbeiter über all die Jahre waren das Fundament der Leistungsfähigkeit unseres Unternehmens.“ Und die Risikobereitschaft der Gesellschafter, die in Kamenz insgesamt etwa drei Mio Euro investiert haben. Auch darauf kann am 10. September angestoßen werden ...