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Viele Firmen brauchen Corona-Kredite

Für Unternehmen im Landkreis wurden mehr als 28 Millionen Euro bewilligt. Die Linke hält das für zu wenig.

Bundestagsabgeordneter André Hahn kritisiert ungleiche Verteilung der Corona-Hilfskredite der KfW.
Bundestagsabgeordneter André Hahn kritisiert ungleiche Verteilung der Corona-Hilfskredite der KfW. © Daniel Förster

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt im Auftrag der Bundesregierung Unternehmen, die wegen der Corona-Pandemie wirtschaftliche Engpässe zu überstehen haben. An Firmen im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge wurden gut 28 Millionen Euro an Corona-Krediten ausgezahlt. 

Der Summe liegen insgesamt 67 Kredite zugrunde. Darunter sind Gründerkredite in Höhe von 400.000 Euro, KfW-Schnellkredite 2020 in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro, KfW-Unternehmerkredite von drei Millionen Euro und Kredite für kleine und mittlere Unternehmen in Höhe von rund 18 Millionen  Euro. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Bundestagsabgeordneten André Hahn (Die Linke) hervor. 

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Mit diesen Krediten leiste der Bund ohne Zweifel eine wichtige Hilfe im Kampf gegen die Folgen der Corona-Pandemie, erklärt Hahn. Dennoch ist für ihn fraglich, weshalb der Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge im Vergleich der Kreise im Freistaat Sachsen damit das Schlusslicht bildet. Auch in den Landkreis Meißen sei vergleichsweise wenig Geld geflossen - ein Drittel der durchschnittlichen Summe pro Bundestagswahlkreis.

"Zu den Ursachen für diese ungleiche Verteilung der Corona-Hilfen sollten sich auch der Wirtschaftsminister und der Unternehmerverband in Sachsen schnellstens verständigen, und es wäre auch interessant zu erfahren, was die Wirtschaftsförderung der beiden Landratsämter unternommen hat, um hier gegenzusteuern", so Hahn. Er plädiert für mehr nicht rückzahlbare Zuschüsse für die am stärksten von den Corona-Folgen betroffenen Branchen.

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