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Firmen müssen zeitig umdenken

über eigenen Stromim Feralpi-Werk

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Robert Reuther

Wie schnell sich manches Unternehmen auf politische Veränderungen einstellt, zeigt jetzt der Riesaer Stahl-Hersteller Feralpi. Kaum hat Kanzlerin Angela Merkel den Ausstieg aus der Atomkraft angekündigt, reagiert der Konzern und überlegt, wie er künftig Energie sparen kann. Und so nimmt die Geschäftsführung einige Millionen Euro in die Hand, um sich beim Warten auf den Ausbau der regenerativen Energien unabhängiger zu machen und Geld zu sparen. Und ganz nebenbei hilft das auch noch der Umwelt, denn die Wärmeenergie wird in den Schmelzöfen ohnehin frei. Da ist es nur recht und billig, diese auch zu nutzen, um eigenen Strom herzustellen.

Die Idee von Feralpi ist vorbildlich. Das Unternehmen ist zwar nicht das erste weltweit, das auf einen solchen Gedanken gekommen ist, jedoch hat es in der Region sicherlich die Nase ganz weit vorn. Bleibt zu hoffen, dass auch die anderen energieintensiven Unternehmen im Elbland und Sachsen dem Beispiel von Feralpi folgen, und an ähnlichen Konzepten zum Energiesparen arbeiten.