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Fische aus Teich gerettet

Der Wassermangel führt zu großen Problemen. Teiche trocknen aus, der Keppritzbach ist versiegt.

Kein Wasser mehr im Teich von Striegnitz.. Die Fische wurden rechtzeitig nach Roitzsch umgesetzt.
Kein Wasser mehr im Teich von Striegnitz.. Die Fische wurden rechtzeitig nach Roitzsch umgesetzt. © Gerhard Schlechte

Lommatzsch. Die Ferienkinder und Urlauber wird es freuen: Glaubt man den Wettervorhersagen, soll bis mindestens Ende nächster Woche der Hochsommer bleiben. Temperaturen von bis zu 35 Grad Celsius werden vorausgesagt.  Doch was die einen freut, ist der anderen Leid. Die Trockenheit hat den Teichen in Lommatzsch stark zugesetzt. Und die Wetteraussichten mit großer Hitze und fehlendem Niederschlag lassen nichts Gutes hoffen. 

Die wenigen Regentropfen der vergangenen Tage reichten nicht aus,  um das fehlende Grundwasser zu ersetzen, zumal die Trockenheit der letzten beide Jahre den Grundwasserspiegel deutlich sinken ließ. Zu sehen ist das insbesondere an den Dorfteichen. 

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Einige Teiche – wie in Striegnitz und Sieglitz – sind fast völlig ausgetrocknet. Andere Teiche – wie in Altlommatzsch oder Petzschwitz -, die durch Quellen gespeist werden, führen einen sichtbar geringeren Wasserstand. Außerdem ist der Keppritzbach versiegt. "Dieser Wassermangel führt zu einigen Problemen. 

Beispielsweise fehlt Fischen der Lebensraum. In Striegnitz gelang es dank der rechtzeitigen Hinweise von Einwohnern, die Fische des Teiches zu retten", so Bürgermeisterin Anita Maaß (FDP) . Die Teichwirtschaft Zschorna setzte insgesamt 80 Kilogramm Fisch in andere Teiche um. Das 

Der Keppritzbach in Lommatzsch ist völlig ausgetrocknet.
Der Keppritzbach in Lommatzsch ist völlig ausgetrocknet. © Gerhard Schlechte

Austrocknen des Keppritzbaches führte auch dazu, dass die Abwässer der Kleinkläranlagen nicht mehr mit Fließwasser vermischt werden, sondern direkt versickern. Möglicher Geruch an den Einleitstellen sei im Sommer nicht auszuschließen. 

Die Dörfer, die sich zwischen 2009 und 2015 an die zentrale Abwasserkanalisation anschlossen, könnten nun froh sein. "Auch wenn die Einwohner einen Abwasserbeitrag zahlen mussten, ist mit dem zentralen Anschluss die dauerhafte Funktionsfähigkeit der Abwasserbeseitigung und damit auch ein hoher Umweltschutz gegeben", so die Bürgermeisterin. (SZ/jm) 

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