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Fischers Bilder fit fürs Internet

Dem großen Maler des Osterzgebirges wird eine neue Ausstellung gewidmet. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Von Maik Brückner

Ab auf den Grill

Warme Sommernächte, schönes Wetter. Zeit zum Grillen! Doch worauf muss man achten und was schmeckt am besten auf dem Grill?

Seit Tagen ist das Büro von Gabriele Gelbrich nicht wieder zu erkennen. Auf dem Schreibtisch stapeln sich Lithografien, Holzschnitte und Skizzen. Und zwischen den beiden Fenstern steht ein Tisch, auf dem Frau Gelbrich und ihre Mitarbeiterin Karola Kühnel ein Kunstwerk nach dem anderen auflegt. Jedes wird abfotografiert.

Das übernimmt Eckhard Otto, der seinen Arbeitsplatz daneben aufgebaut hat. Am Computer verfolgt der Mitarbeiter der Firma CDS Gromke, wie gut die Aufnahmen gelungen sind. „Wie digitalisieren alle Werke von Heribert Fischer-Geising“, erklärt Frau Gelbrich. Im Museum lagern sehr viele Werke des 1984 verstorbenen Malers. Seine Witwe Hildegart Fischer hat sie 2012 der Heribert-Fischer-Geising Stiftung übertragen. Diese Stiftung hat im Osterzgebirgsmuseum ihren Sitz.

Einen Teil der Bilder möchte das Museum nun in einer neuen Dauerausstellung zeigen. „Diese wollen wir um Ostern herum eröffnen“, sagt Frau Gelbrich. Die Schau soll den Lebensweg dieses Osterzgebirgsmalers nachzeichnen. Begleitet werden soll die Ausstellung von einer Internetseite, auf der die Werke des Künstlers gezeigt werden können. Und deshalb werden die Bilder – abgesehen von den Ölgemälden – jetzt digitalisiert. Dazu hat das Museum die Leipziger Firma verpflichten können. Und das ist auch der Grund, weshalb Eckhard Otto seit Dienstag im Museum arbeitet. „Wir haben über 3 500 Arbeiten von Heribert Fischer-Geising“, sagt Frau Gelbrich. Diese zu digitalisieren, kostet eben viel Zeit. „Am Tag schaffen wir 400 Werke“, sagt Otto. Bei manchen geht es schneller, bei anderen dauert es länger. Hilfreich sei, dass die Museumsmitarbeiter mithelfen. Damit die Reproduktionen später auch in den originalen Farben nachgedruckt werden können, wendet die Firma ein spezielles Verfahren an. „Es eliminiert die Fehler der Kamera“, erklärt Otto.

Gabriele Gelbrich ist froh, dass die Arbeiten gut vorankommen. Da sie wusste, was auf sie und ihr Museum zukommt, hat sie lange im Vorfeld die Planungen für das laufende Jahr abgeschlossen. Denn die neue Heribert-Fischer-Geising-Ausstellung soll nur ein Höhepunkt von vielen sein. Neben Vorträgen, Konzerten und Festen plant Frau Gelbrich wieder mehrere Sonderausstellungen. Nach der Winterausstellung, die noch bis zum 1. März zu sehen ist, wird der Kipsdorfer Maler Reimar Börnicke Einblicke in seine Arbeit geben. Über den Sommer werden in Lauenstein die deutschen UNESCO-Welterbestätten vorgestellt. Dem Leben des Altenberger Malers Hans Richard Heinmann widmet sich die Sonderausstellung im Herbst. Abgelöst wird sie von der Weihnachtsausstellung, in der Weihnachtstuben aus drei Jahrhunderten präsentiert werden.

Frau Gelbrich hofft, dass sie mit ihren Ausstellungen, den Konzerten, Vorträgen und Festen wieder viele Besucher ins Schloss locken und an das erfolgreiche Jahr 2014 anschließen kann. „Insgesamt kamen im Vorjahr etwa 17 000 Besucher in unser Museum. Das ist ein „ganz kleiner Zuwachs zu 2013“, erklärt sie. In Summe waren es 500 mehr. „Das lag vor allem am Reformationsfest und den Kulturtagen mit Handwerkermarkt“, ergänzt sie.

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