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Fischhändler baut um

Bauleute arbeiten derzeit am Werksverkauf von Hein Mück. Die Kunden sollen künftig ans Meer erinnert werden.

Von Alexander Gessert

Meeresrauschen und Holzverkleidungen in Schiffsoptik – so sollen demnächst die Kunden des Dresdner Fischhandels Hein Mück empfangen werden. Das Gebäude in der Zwickauer Straße 12 wird seit Kurzem umgebaut. Der Verkaufsbereich, in dem bis zu 100 Gäste täglich begrüßt werden, wird mit Holzfassaden dekoriert. Das soll die Kunden an ein altes Segelschiff erinnern. Aus Lautsprechern an Wänden ertönen zudem typische Klänge von Ost- und Nordsee.

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Außerdem wird ein 200 Quadratmeter großer Neubau für die Mitarbeiter geschaffen. „Ein Aufenthaltsraum sowie moderne sanitäre Anlagen sollen gebaut werden, um angenehmere Arbeitsbedingungen zu schaffen“, sagt Hein-Mück-Geschäftsführer André Rütz. Diese seien bei der Arbeit mit dem stark riechenden Fisch unabdingbar, so der 45-Jährige. Der frühere Mitarbeiterbereich wird der Produktionshalle angegliedert und somit entsteht Platz für bis zu zwei Tonnen zusätzliche Waren. Der Betrieb hat bisher neben seinem Werksverkauf drei Restaurants und beschäftigt insgesamt rund 100 Angestellte. Ob noch weitere hinzukommen, lässt André Rütz vorerst offen. Seit 1990 versorgt das Unternehmen die Dresdner mit Fischwaren aus See- und Binnengewässern. Benannt wurde es nach einem Bremerhavener Matrosen Hein Mück, der zugleich die Symbolfigur der Hafenstadt ist. Auch der kinderlose und unverheiratete Rütz stammt von dort, hat aber ebenso schon länger eine Verbindung zu seiner neuen Heimat. „Mit meinem Freund Holger Köster besuchte ich schon vor der Wende dessen Familie in Sachsen. Dresden war einfach Liebe auf den ersten Blick“, sagt der 45-Jährige. Aus Bremerhaven kommt auch ein Hauptanteil der Dorsche, Garnelen und anderen Meerestiere. Bis zu 1,5 Tonnen von diesen werden täglich in den zwei hauseigenen Räucheröfen verarbeitet. Der frisch geräucherte Fisch wandert dann entweder direkt über den Ladentisch oder wird an diverse Dresdner Restaurants geliefert.

Im Oktober 2010 wurde bereits das Fischhaus am Alberthafen übernommen und renoviert. Der Umbau in der Zwickauer Straße ist die nächste Investition des größten sächsischen Fischhandels. Die Kosten betragen laut Geschäftsführer Rütz rund 150 000 Euro. Spätestens Anfang Juli sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. In der Zwischenzeit geht der Verkauf aber an derselben Stelle weiter.