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Flanierweg an der Döbelner Flutmulde

Nach Abschluss der Bauarbeiten ist der neue Weg freigegeben. Viel Wasser sieht man nicht. Aber das wird sich noch ändern.

Entlang der ausgebauten Flutmulde führt der neue Weg zwischen Pferdebahnmuseum und dem Tümmlersteg.
Entlang der ausgebauten Flutmulde führt der neue Weg zwischen Pferdebahnmuseum und dem Tümmlersteg. © Norbert Millauer

Döbeln. Der neue Flanierweg führt an der frisch ausgebauten Flutmulde entlang. Immer auf der Krone der neuen Flutmauer zwischen Pferdebahnmuseum und Tümmlersteg. „Das ist bestimmt schöner, als auf der Zwingerstraße zu laufen“, meint John-Philipp Müller, der zuständige Projektleiter bei der Landestalsperrenverwaltung.

 Die Arbeiten in diesem Abschnitt zwischen Straße des Friedens und Niederbrücke waren vor kurzem abgeschlossen und damit auch der Weg freigegeben worden. Auf der anderen Seite der Flutmulde steht jetzt auch wieder der Parkplatz an der Schillerstraße zur Verfügung, den die Firma Hundhausen über zwei Jahre als Lagerplatz und Zufahrt zur Baustelle genutzt hatte. „Es ist alles wiederhergestellt und angepasst worden. Dort, wo früher eine Böschung war, ist jetzt eine Mauer“, sagte Müller.

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Von der Mulde bekommen die Döbelner derzeit auf dem neuen Weg nicht viel zu sehen. Nur ein Rinnsaal läuft in der sogenannten Niedrigwasserrinne. „Das ist nahezu auf Null gestellt. Wir wollen im unteren Bauabschnitt so wenig wie möglich Wasser haben“, sagte Müller. 

Später ist das anders. Dann wird eine größere Wassermenge vom Verteilerwehr durch die Flutmulde geschickt. Die Menge ist im sogenannten Planfeststellungsbeschluss verbindlich vorgeschrieben. Dazu kommt noch das Wasser aus diversen Einleitungen und möglicherweise Grundwasser, das durch die Sohle des tiefliegenden Kanals nach oben gedrückt wird, sagte Müller.

Arbeiten laufen planmäßig

Im letzten Abschnitt am Steigerhausplatz laufen die Arbeiten an der Flutmulde derzeit auf vollen Touren. „Auch in der Coronazeit gibt es keine Störungen“, sagte Müller. Derzeit wird noch an der Bohrpfahlwand auf der rechten Seite gearbeitet. Parallel dazu wird die Wand freigelegt, verschalt und die Ansichtsseite in Beton gegossen.

 Später sind auch noch erhebliche Erdmassen aus der deutlich aufgeweiteten Flutmulde zu schaffen. Im Bereich des Steigerhausplatzes können die Döbelner später zur Mulde hinuntersteigen. Das Ende der Arbeiten ist abzusehen. „Wir hoffen, dass wir vor dem Frost fertig werden“, sagte Müller.

Mit dem Flanierweg und dem Zugang am Steigerhausplatz hat die Landestalsperrenverwaltung zumindest einen Teil der Ideen der Döbelner umgesetzt, die diesen Teil der Mulde stärker in das Lebensumfeld einbeziehen wollten. Von der Idee, mit einem Klappenwehr das Wasser in der Flutmulde anzustauen, hatte sich die Stadt wegen der enormen Kosten aber schon verabschiedet.

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