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Fleißig wie die Bienen

Morgen ist wieder Mittwoch. Immer dann – alle 14 Tage – macht sich Rudolf Zacher auf den Weg vom heimischen Langburkersdorf nach Pirna auf den Markt. Dem Imker aus Passion stören keine Minusgrade. Im Gegenteil.

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Von Gabriele Schrul

Morgen ist wieder Mittwoch. Immer dann – alle 14 Tage – macht sich Rudolf Zacher auf den Weg vom heimischen Langburkersdorf nach Pirna auf den Markt. Dem Imker aus Passion stören keine Minusgrade. Im Gegenteil. Das ist genau die richtige Zeit, um die Arbeit seiner fleißigen Honigbienen an die Interessenten zu bringen. Immerhin sammelt jedes der beiden Bienenvölker 15 bis 20 Pfund Honig. Da dauert es seine Zeit, ehe alle Gläser verkauft sind – nicht nur in Pirna, auch auf dem Wochenmärkten am Blauen Wunder und auf der Lingner-Allee in Dresden oder direkt auch zu Hause. Ein Schild signalisiert: Hier gibt es Honig. Und sind Zachers mal nicht da, funktioniert der Verkauf trotzdem. Denn dann springen die Mieter ohne viel Aufhebens als Verkäufer ein. Haben die Zacherschen Bienen ihre Arbeit getan, sind die Sorten Phacelia (eine blau blühende Futterpflanze, die auch den Namen Bienenfreund trägt), Sonnenblume und Linde, Waldblüte und Blütenhonig von Sauer- und Süßkirschen, Apfelbäumen, Löwenzahn und Raps in den Gläsern. „Ich liebe vor allem Blütenhonig. Seine Zusammensetzung ist etwas ganz Besonderes“, schwärmt Rudolf Zacher. Die Ernte kommt aus den Obstanlagen rund um Stolpen und Borthen.

Seit dem zwölften Lebensjahr hält Rudolf Zacher der Imkerei die Treue. Heute betreibt er gemeinsam mit seinem 30-jährigen Sohn dieses Hobby. „Die innere Ordnung der Bienenvölker und ihr Fleiß machen für mich den Reiz der Imkerei aus.“ Und nicht zuletzt zieht die Umwelt ihren Nutzen daraus.