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Flemmingener Bach kommt ans Tageslicht

Im Bereich Dresdner Straße und Reinhardtstal wird das Gewässer verlegt. Das ist auch wichtig für den Bau des Seniorenheimes.

Vor den anstehenden Bauarbeiten ist der „Eingang“ zum verrohrten Flemmingener Bach zu sehen. Das Gewässer soll freigelegt und sein Bachlauf verlegt werden. Die Baustelle des Seniorenheimes ist im Hintergrund zu sehen.
Vor den anstehenden Bauarbeiten ist der „Eingang“ zum verrohrten Flemmingener Bach zu sehen. Das Gewässer soll freigelegt und sein Bachlauf verlegt werden. Die Baustelle des Seniorenheimes ist im Hintergrund zu sehen. © Dietmar Thomas

Hartha. So hat den Flemmingener Bach bisher wohl kaum jemand gesehen. Was bisher unter Gestrüpp verborgen war, ist nun freigelegt worden. Der Grund sind anstehende Bauarbeiten. Das Gewässer soll freigelegt werden (wir berichteten).

Im Auftrag des Abwasserzweckverbandes (AZV) „Untere Zschopau“ hat die Firma RK Landschaftsbau aus Dittersdorf die ersten Schritte zur Umsetzung des Projektes getan. Der Bachverlauf wird um etwa zehn Meter in Richtung Stadtpark Reinhardtstal verlegt. Die Gewässerverrohrung wird zurückgebaut und der Bach auf einer Länge von 55 Metern offengelegt. Auf einer Seite gibt es eine Böschung, die begrünt wird. Auf der anderen Seite wird der Bach mit Winkelstützelementen begrenzt. Das Bachbett soll mit Wasserbausteinen ausgelegt werden. Die Sohle ist künftig einen knappen Meter breit.

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Die Baumaßnahmen am Bachverlauf sind auch wichtig für den Bau des Seniorenheimes „Care Palace“ direkt neben dem Reinhardtstal an der Dresdner Straße. „Etwa 18 Meter des Baches bis zur Anbindung an einen Schacht unter dem Gehweg Dresdner Straße werden verrohrt und verlaufen unterirdisch. Der Bachlauf wird verlegt“, erklärt Reiner Müller, Technischer Leiter des AZV. 

Auch für diese Arbeiten sei die Dittersdorfer Firma zuständig. Aufgrund der Verlegung des Flemmingener Baches wurde der Bau des Seniorenheimes in zwei Abschnitte geteilt. Bachverlegung und Pflegeheimbau verlaufen parallel. Das Gebäude wird deshalb auch geteilt. Begonnen wird mit dem Bau des östlichen Teils. Die Bachverlegung soll bis Oktober abgeschlossen sein, danach kann dann der zweite Gebäudeteil in Angriff genommen werden.

Beim Bau des Seniorenheimes sind die ersten Fortschritte zu sehen. Der Boden ist verdichtet, in den nächsten Tagen soll die Bodenplatte gegossen werden. Auch der Wasseranschluss ist vorhanden. Der Kran kommt nächste Woche, dann kann mit dem Rohbau begonnen werden, informiert eine Sprecherin der Krabbes & Krabbes Projektentwicklung Leipzig.

Die Bauherrinnen Simone Gerson und Gritt Schmidt sind mit dem aktuellen Verlauf zufrieden. In dem Seniorenheim sollen einmal 80 Pflegebedürftige versorgt werden, darunter auch Menschen, die 24 Stunden am Tag beatmet werden müssen. Es habe sogar schon Anfragen auf einen Platz im „Care Palace“ gegeben. Doch in dieser Hinsicht bittet Simone Gerson noch um Geduld. „Wir können Informationen zum Heim geben, aber wir können noch keine Aussagen treffen, was ein Platz kosten wird“, sagt Gerson. Jetzt seien die Krankenkassen noch nicht bereit, Verhandlungen über den Pflegesatz zu führen. Das könne erst passieren, wenn die Fertigstellung, die für das vierte Quartal 2020 geplant ist, unmittelbar bevorstehe.

Durch den Bau des „Care Palace“ werden 60 Arbeitsplätze geschaffen. Auf konkrete Suche nach Mitarbeitern für das neue Heim gehe man noch nicht. Mitarbeiter und Fachpersonal können sich aber durchaus schon bewerben. Die Pflegekräfte sollen sich möglichst schon im privaten Pflegeheim Schönerstädt, dessen Geschäftsführerinnen Gerson und Schmitt sind, einarbeiten. „Die Mitarbeiter sollen unsere Philosophie verinnerlichen“, so Simone Gerson. (mit rt)

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