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Fliegen muss teurer sein als Bahnfahren

Den Vorschlag von Umweltministerin Schulze, das Fliegen für den Klimaschutz zu verteuern, kommentiert Daniel Krüger.

© dpa/SZ

Verbote, Steuern, Sanktionen: In der Klimapolitik folgen momentan nahezu alle Vorschläge dem Regulierungs- und Begrenzungsdogma. Dabei fällt völlig unter den Tisch, dass viele Maßnahmen gar nicht nötig wären, wenn die Politik an anderer Stelle richtig gehandelt hätte. Wenn Umweltministerin Schulze heute moniert, dass Fliegen nicht günstiger sein dürfe als Bahnfahren, hat sie umweltpolitisch natürlich vollkommen recht. Alleine bezüglich der CO2-Bilanz ist ein Flug von München nach Berlin eine klimatechnische Katastrophe.

Gleichzeitig kann und darf es nicht sein, dass Bahnfahrer für diese Strecke oftmals bis zu 200 Euro zahlen müssen, während sie die Zeit in der Luft teilweise nur ein Zehntel kostet. Der Zugverkehr in Deutschland muss dringend attraktiver und zuverlässiger werden. Nur wenn die Angebote stimmen, können die Kunden auch dauerhaft zum Umstieg bewegt werden. Nehmen wir uns doch etwa ein Beispiel an unseren Nachbarländern wie Österreich oder den Niederlanden, wo keine Preisunterschiede zwischen Nah- und Fernverkehrszügen herrschen.

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Auch die Airlines selbst bräuchten dringend mehr Investitionsspielraum, um sich mit attraktiven Angeboten, vor allem bei innereuropäischen Flügen, von der Billigkonkurrenz abzusetzen. Doch das Geld fehlt bereits jetzt durch die hohe Luftverkehrssteuer, die seit 2011 an deutschen Flughäfen erhoben wird. Noch mehr Abgaben nutzen daher nur Easyjet und Co., aber sicher nicht der Umwelt.

Email an Daniel Krüger

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