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Fliesenleger baut am Oderwitzer Spitzberg 

Patrick Tschotow hat vor fünf Jahren als Ein-Mann-Betrieb begonnen. Nun beschäftigt er 15 Mitarbeiter - und braucht eine neue Halle. Die wird zum Show-Room.

Patrick Tschotow erweitert seinen Fliesenverlegebetrieb im Oderwitzer Gewerbegebiet "Am Spitzberg".
Patrick Tschotow erweitert seinen Fliesenverlegebetrieb im Oderwitzer Gewerbegebiet "Am Spitzberg". © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Im Gewerbegebiet "Am Spitzberg" in Oderwitz wird gebaut. Direkt neben dem Firmengebäude ist auf dem Gelände des Fliesenverlegebetriebes Patrick Tschotow eine große Baugrube ausgehoben worden. Zwei Jahre nachdem hier der 34-Jährige den Unternehmenssitz der ehemaligen Dachdeckerei Drößler gekauft und noch im selben Jahr ausgebaut hatte, vergrößert sich die Firma erneut. 

"Wir brauchen die Halle", sagt Patrick Tschotow. Die gute Auftragslage lässt es zu, dass er sein Unternehmen stetig erweitern kann. Er will die Abläufe in der Firma optimieren und gleichzeitig mehr Lagerkapazität schaffen.

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"Meine Kunden können künftig ihre Fliesen und ähnliches nicht mehr nur beim Baustoffhändler kaufen, sondern sich auch hier vor Ort von dem Fachmann beraten lassen, der die Materialien dann verarbeitet", sagt Patrick Tschotow. Er will selber ein großes Sortiment anbieten. Dafür wird die bisherige Fliesenausstellung in seinem Unternehmen wesentlich erweitert. Und dafür braucht er mehr Platz.

Optimale Präsentation in neuer Halle

Die neue Halle wird über 500 Quadratmeter groß. Weil sie wegen der Hanglage in den Berg gebaggert werden musste, wurden bisher 5.500 Tonnen Erde ausgehoben. Ein Teil davon wird nachher wieder zum Anfüllen benötigt. 

In der stählernen Halle mit gedämmten Außenwänden kann Patrick Tschotow sein Fliesensortiment und die Angebote für Raumgestaltungen optimal präsentieren. Neu entstehen soll dabei ein so genannter Show-Room, in dem ein großer deutscher Hersteller von innovativen, dünnschichtigen Fußbodenheizungen und  Fliesen-Umrahmungen Einblick in sein Programm gewährt. 

Der Neubau bringt für das Oderwitzer Unternehmen viele Vorteile. Nicht nur wegen der höheren Lagerkapazität mit mehr Fläche und über sechs Meter hohen Hochregalen. "Wir schaffen uns dafür einen größeren Stapler an, weil unser kleines Fahrzeug das dann nicht mehr schafft", erzählt er. Und wenn der Neubau fertig ist, soll die bisherige Halle ebenfalls ausgebaut und modernisiert werden.

Neubau bringt viele Vorteile

Über einen Zwischenbau wird die neuen Halle später direkt mit dem bestehenden Firmengebäude verbunden sein, um trockenen Fußes in alle Teilbereiche gelangen zu können, schildert Patrick Tschotow. Der Neubau bringt zudem in den Wintermonaten einen guten Nebeneffekt. Nicht nur, dass hier die Firmenfahrzeuge mit untergestellt werden können, auch die Warenanlieferung wird wesentlich erleichtert. Im Winter konnten die 20-Tonner-Lkw manchmal nicht den kleinen Berg zum Lager bewältigen. "Da haben wir die Waren auf der Straße mit dem Stapler abgeladen", berichtet er. Künftig ist die Einfahrt flach und zwei große Rolltore ermöglichen das Abladen in der trockenen Halle.

Und auch mit dem äußeren Erscheinungsbild will Patrick Tschotow seine Firma besser präsentieren. Die Farbe Orange auf schwarz-anthrazitfarbigen Hintergrund leuchtet an der Fassade ebenso wie auf allen Fahrzeugen, der Bekleidung der Mitarbeiter und vielen anderen Details.

Vor fünf Jahren hatte der 34-Jährige als Ein-Mann-Betrieb angefangen. Mittlerweile arbeiten bei ihm 15 fest angestellte Mitarbeiter als Fliesenleger, Trocken- und Betonbauer sowie Projektleiter für Raumgestaltung und Innendesign. Auch zwei Lehrlinge werden in der Firma ausgebildet. Mit zehn Fahrzeugen sind die Beschäftigten zu den Baustellen unterwegs. 

Zusammen mit Partnerfirmen plant das Oderwitzer Unternehmen Bäder sowie Wohn- und Geschäftsräume komplett vom Abriss bis zur Neugestaltung. Tschotows Firma hat sich neben dem Verlegen von großformatigen Fliesenplatten auch auf einen altersgerechten Umbau von Bädern und ebenerdigen Duschen spezialisiert. "Einzigartig in der Region sind unsere rustikalen und extravaganten Raumgestaltungen in einem speziellen Holzflair", berichtet er. Das dafür benötigte Material holt er aus dem alpenländischen Raum.

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