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Flutmillionen für das Rödertal

Nach dem Hochwasser schwappt jetzt die Aufbauhilfe in die Region. Die SZ erklärt, wofür die Kommunen Geld erhalten.

Von Jens Fritzsche, Sebastian Kositz und Thomas Drendel

Überall im Rödertal hatten der Regen und das Hochwasser im Juni teils schwere Schäden hinterlassen. Kaputte Brücken und Stützmauern, zerstörte Wege und ausgespülte Ufer – nicht nur an der Großen Röder, sondern auch an Nebenflüssen sind die Spuren noch bis heute sichtbar. Inzwischen sind die Schäden erfasst und finanziell beziffert. Um die Spuren zu beseitigen, haben Bund und Freistaat ein milliardenschweres Förderprogramm aufgelegt. Bis Mitte 2015 können die Städte und Gemeinden eine Reihe von Maßnahmen anpacken und die Kosten später im vollen Umfang abrechnen. Die SZ erklärt, wofür die Flutmillionen gedacht sind.

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Morsche Brücke im Radeberger Hüttertal kann saniert werden

Fast eine Viertelmillion Euro wird für die Reparatur von Hochwasserschäden nach Radeberg fließen. „Wir haben als Stadt insgesamt acht Sanierungsmaßnahmen eingereicht – und auch alle acht bestätigt bekommen“, freut sich Radebergs Stadtsprecher Jürgen Wähnert über die finanzielle Unterstützung. Eines der wichtigsten Projekte, die damit nun angegangen werden können, ist dabei die dringend notwendige Reparatur der historischen Brücke an der Hüttermühle im Hüttertal. Die war schon während der vergangenen Hochwasser immer wieder arg in Mitleidenschaft gezogen worden – und nun beim neuerlichen Sturzregen samt heftiger Röder-Flut im Frühsommer noch einmal schlimm beschädigt worden. Dass gerade im Hüttertal durch die Aktiven des Hüttertalvereins schon einiges wieder auf Vordermann gebracht worden war – wie etliche unterspülte Wege –, störte bei der Genehmigung der Fördermittel nicht, so Stadtsprecher Jürgen Wähnert. Es sei ja um konkrete Einzelprojekte gegangen, nicht um das Tal insgesamt.

Zweieinhalb Millionen Euro für Flutschäden in Ottendorf-Okrilla

In der Großgemeinde sind nach dem Hochwasser insgesamt 20 große Schäden erfasst worden, für deren Beseitigung nun bis zu knapp 2,5 Millionen Euro abgerufen werden können. Das beinhaltet unter anderem den Neubau von zwei Brücken an der Diensdorfer Straße und am Eichenweg, für den allein knapp eine halbe Million Euro veranschlagt wird. Hinzu kommen Reparaturen an Straßen und Wegen, darunter etwa der Kiefernweg in Medingen. Auch Wanderwege im Hermsdorfer Schlosspark und im Seifersdorfer Tal sind in der Auflistung enthalten. Geld könnte zudem für den Abriss von zwei Wehren entlang der Kleinen Röder nahe dem Mühlgraben und dem Ottendorfer Rathaus fließen. Für die Erneuerung des Wehrs und der Fischtreppe im Hermsdorfer Schlosspark stehen knapp 300 000 Euro in Aussicht. Obendrein winken finanzielle Mittel, um die Flussbetten und Böschungen an der Orla, Kleinen Röder und am Roten Graben auf Vordermann zu bringen.

Mehr als eine halbe Million Euro für

Projekte in der Gemeinde Wachau

Die Gemeinde Wachau hat Geld für drei Projekte beantragt, zwei davon in Wachau, eines in Lomnitz. „In Wachau müssen die Gabionenwände an der Teichstraße erneuert werden“, so Hauptamtsleiterin Corina Krause. Gabionen sind mit Steinen gefüllte Drahtkörbe. Dieses Vorhaben ist auch das teuerste. Nach Zahlen des Landratsamtes kostet der Neubau der Stützmauern rund 370 000 Euro. Auch am Kirchteich in Wachau müssen Fachleute anrücken. Bei den starken Regenfällen im Juni wurden große Mengen Schlamm und Sand in den Teich gespühlt. Jetzt soll er gereinigt werden. Für dieses Projekt sind rund 130 000 Euro veranschlagt. Die dritte Baustelle gibt es am Mühlgraben in Lomnitz. Hier hat das Hochwasser eine Brücke beschädigt. Die Sanierung kostet etwa 127 000 Euro.