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Flutschutz in Gröba kommt

Anwohner befürchten, dass die Sicherungsmaßnahmen am Hafen doch noch nicht in diesem Jahr fertig werden.

Von Britta Veltzke

Die Gröbaer sind besorgt. Unter Anwohnern auf der Kirchstraße hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die Landestalsperrenverwaltung in diesem Jahr nicht weiter an der Flutsicherung bauen will. „Seitdem die Bäume auf am Hafenbecken geschlagen wurden, ist hier nicht mehr passiert“, sagt Rolf Müller, der ebenfalls in der Kirchstraße wohnt.

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Der Schock nach dem Hochwasser im vergangenen Sommer sitzt tief. Die Anwohner mussten ihre Häuser verlassen. Das will dort niemand mehr erleben. Daher setzten die Gröbaer ihre Hoffnung in höhere Deiche und Schutzwände. Rolf Müller bemängelt, dass die Anwohner unzureichend über geplante Baumaßnahmen informiert würden.

Die Landestalsperrenverwaltung versichert unterdessen, dass es keinen Anlass zur Beunruhigung gebe. „Wir gehen davon aus, dass alles planmäßig abläuft“, so Sprecherin Britta Andreas. Für die eigentliche Hauptbaumaßnahme beginne Ende März das EU-weite Vergabeverfahren. Das sollte planmäßig bis Anfang Juli abgeschlossen sein, so Andreas weiter. „Ein Baubeginn wäre dann frühestens Ende Juli dieses Jahres möglich.“ Die Bäume sind als vorbereitende Maßnahme bereits zwischen Anfang Oktober und Ende Februar gefällt worden, um keine brütenden Vögel zu stören. Ab diesem Monat geht es dort um den Schutz eines weiteren Tieres. „Für die hier lebende Zauneidechse wird ein Ersatzlebensraum aus Grobschotter und Wurzelstubben angelegt, von dem aus die geschützte Art direkten Zugang zur Elbe hat“, sagt die Verwaltungssprecherin Andreas.

Zukünftig soll ein höherer Deich die Gröbaer vor Fluten schützen, wie es sie, statistisch gesehen, alle 100 Jahre gibt. Die Anlage geht dann von der Bundesstraße am Hafen und dem Schlosspark entlang, vorbei an der Kläranlage bis zur Steinstraße. „In die neue und höhere Hochwasserschutzlinie aus Deichen und Hochwasserschutzwänden sollen die bereits vorhandenen Anlagen mit einbezogen werden“, erklärt Britta Andreas.