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Flutsichere B 169 kostet 40 Millionen

Tatsächlicher Baubeginn ist zwar nicht vor 2020, trotzdem rücken schon jetzt die ersten Baumaschinen an.

Von Antje Steglich

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Die zweiwöchige Sperrung der Riesaer Elbbrücke im Juni 2013 war für viele eine Katastrophe. Die 16 000 Autos, die sonst täglich über das Bauwerk rollen, mussten große Umwege fahren oder wurden gleich stehen gelassen. Für die Wirtschaft entstanden Verluste in Höhe von mehreren Millionen Euro, weil Aufträge nicht erledigt oder Mitarbeiter nicht zur Arbeit kommen konnten. Dabei hatte das Hochwasser der Brücke selbst gar nichts anhaben können, aber die Bundesstraße bei Röderau geflutet, sodass es dort kein Weiterkommen gab. Das soll sich ändern, hieß es schon kurze Zeit später, das Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) machte sich an die Planungen. Drei Varianten werden aktuell geprüft, sagte Sprecherin Isabel Siebert auf Nachfrage der Sächsischen Zeitung. Im Februar soll diese Voruntersuchung zumindest erst einmal den Trägern öffentlicher Belange zur Stellungnahme übergeben werden, wann die Anwohner über die Pläne informiert werden, ist noch unklar.

Fest steht aber bereits, dass alle Varianten eine Verschiebung der B 169 zwischen der Elbbrücke und der S 88 bei Röderau in Richtung Südosten – also quasi Riesaer Stadtpark – vorsehen sowie deren Anhebung. Wie genau die Erhöhung umgesetzt werden soll, wurde bisher nicht bekannt. „Der Abzweig Bobersen wird dabei auf jeden Fall umgebaut“, kündigte Isabell Siebert aber an. Geplant sei hier ein sogenannter Knotenpunkt in zwei Ebenen, was grundsätzlich erst einmal bedeutet, dass hier zwei Straßen unterschiedlichen Niveaus aufeinandertreffen werden. Die Auffahrten auf die neue B 169 sollen deshalb künftig autobahnähnlich erfolgen, die Abfahrten über Rampen, so die Pressesprecherin weiter.

Untergrund wird im März untersucht

Denn auf Grundlage der Bedeutung der B 169 für das regionale Straßennetz, werde die Trasse im Rahmen der Planungen in die Entwurfsklasse II eingeordnet, was heißt, dass sie als eine autobahnähnliche Straße behandelt wird. Die gegenwärtige Kostenschätzung geht von mehr als 40 Millionen Euro aus, sagte Isabel Siebert. Der Baubeginn sei aber erst nach 2020 zu erwarten.

Nichtsdestotrotz werden in Kürze bereits die ersten Vorarbeiten entlang der über drei Kilometer langen Trasse beginnen. Denn für die Entwurfsplanung braucht es sogenannte Baugrundaufschlüsse. „Für die weitere Bearbeitung der Planungsunterlagen ist eine genaue Kenntnis des anstehenden Baugrundes unerlässlich“, erklärte Isabel Siebert. Im Bereich der zukünftigen Trasse werden dafür zwischen 3. und 31. März unter anderem Bohrgeräte aufgestellt, um die notwendigen Proben zu entnehmen und daraus Rückschlüsse auf die Planung ziehen zu können. Besonders für die Bauwerke und deren Verankerung im Boden seien die Ergebnisse unabdingbar. Konkret betroffen sind knapp 30 Flurstücke innerhalb der Gemarkungen Lessa, Röderau und Zeithain. Die Besitzer sind verpflichtet, diese Arbeiten zu dulden, heißt es dazu aus dem Landesamt mit Verweis auf das Interesse der Allgemeinheit an diesem Projekt, eventuelle Schäden würden allerdings entschädigt.

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