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Fördergerüste der Wismut werden fallen

Die beiden Fördergerüste am Wismut-Standort Königstein-Leupoldishain sollen in der zweiten Jahreshälfte endgültig verschwinden. Das bestätigt Wismutsprecher Frank Wolf auf Anfrage. Die stählernen Riesen werden von einer Fremdfirma abgebaut.

Die beiden Fördergerüste am Wismut-Standort Königstein-Leupoldishain sollen in der zweiten Jahreshälfte endgültig verschwinden. Das bestätigt Wismutsprecher Frank Wolf auf Anfrage. Die stählernen Riesen werden von einer Fremdfirma abgebaut. Eine entsprechende Ausschreibung dazu läuft bereits, so der Sprecher.

Die Überreste der Fördertürme sollen verschrottet werden. Anders als in der Stadt Freital, gibt es in Königstein kein Interesse, die Türme zu sanieren. Die Kosten stünden in keinem Verhältnis zum Nutzen, zudem gäbe es in der Stadt keine langjährige Bergbautradition, begründet Bürgermeister Frieder Haase die Entscheidung. Die beiden Türme sind die letzten Wismut-Fördergerüste in der Region. Sind sie weg, verändert sich damit auch der Panoramablick von der Festung Königstein. Von dort sind sie derzeit gut zu sehen und tauchen auf allerlei Fotos auf. Die Flutung des Stollens in Leupoldishain ist weiterhin gestoppt. Der Wasserspiegel verhaart auf der vom Oberbergamt genehmigten Höhe von 1,40 Meter. Damit rückt ein Ende der Sanierung des Gebietes in weite Ferne. Die Wismut hat eine Flutungshöhe von 1,90 Meter beantragt. Experten sehen dann aber die Gefahr, dass uranhaltiges Grubenwasser in das Grundwasser gelangen könnte. Bis zu einer neuen Entscheidung laufen in Leupoldishain weiter die Pumpen. (SZ/ik)

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