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Kommt Beleuchtung für Fördertürme?

Es geht um die Erinnerung an Freitals Industriegeschichte. Nun kommt es auf die Kosten an.

Der Förderturm auf der Burgker Straße soll eventuell beleuchtet werden.
Der Förderturm auf der Burgker Straße soll eventuell beleuchtet werden. © Karl-Ludwig Oberthuer

Die Freitaler Stadtverwaltung soll prüfen, was es kostet, bei den beiden Fördertürmen der Stadt Scheinwerfer anzubringen und die Stahlkolosse nachts zu beleuchten. Ein entsprechender Vorschlag der Freien Wähler fand kürzlich im Stadtrat breite Zustimmung. Die Verwaltung wird nun berechnen, was ein Bau zweier solcher Lichtanlagen kostet und wie hoch die Stromrechnung jährlich ist. Sodann müsste der Stadtrat erneut entscheiden, ob für Installation und Betrieb im Haushalt Geld eingeplant wird.  

Die beiden Fördertürme stehen an der Burgker Straße und an der Zauckeroder Straße. Sie stammen vom letzten Bergbaubetrieb der Region im benachbarten Dresden-Gittersee und wurden Anfang der Neunzigerjahre in Freital aufgebaut. Hier erinnern sie an Freitals Industriegeschichte. 

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Im sogenannten Döhlener Becken wurden seit dem 15. Jahrhundert unter anderem Steinkohle gefördert.  Zunächst gewannen die Arbeiter nahe der Oberfläche Steinkohle, später führten immer mehr Schächte in die Tiefe. Große  Grubenfelder erstreckten sich unter Burgk und dem Windberg, aber auch unter Zauckerode und Wurgwitz. Die Stollen reichten bis ins heutige Bannewitzer und Wilsdruffer Gebiet. Ab dem Ende der Sechzigerjahre wurde die Kohleförderung schrittweise eingestellt. Als letzte Anlage in der Region schloss 1989 der Bergbaubetrieb im benachbarten Dresden-Gittersee. Dort war nach der Steinkohle-Epoche noch uranhaltiges Gestein gefördert worden.   

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