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Forderung nach schnellem Hallenneubau

Die Nikolaischüler laufen seit vier Jahren zwei Kilometer zum Sportunterricht. Es reicht, sagen die Eltern und bitten um mehr Schnelligkeit beim Hallenneubau.

Von Jenny Thümmler

Der Elternrat der Nikolaigrundschule hat einen offenen Brief an Oberbürgermeister Siegfried Deinege und die Stadträte geschrieben. Damit wollen die Eltern der Grundschüler die Bemühungen zum Bau der neuen Turnhalle neben der Jägerkaserne unterstützen – und auf mehr Schnelligkeit drängen. „Jetzt, beinahe vier Jahre nach dem Hochwasser, das die Hirschwinkelturnhalle für den Schulsport unbrauchbar gemacht hat, müssen den Worten Taten folgen, damit für unsere Grundschüler endlich wieder ein altersgerechter und zeitlich normal gestalteter Sportunterricht durchgeführt werden kann“, heißt es. Die Eltern bitten OB Deinege, dem Stadtrat eine entsprechende Beschlussvorlage zu geben, „damit dieser alsbald seiner Aufgabe im Interesse des Schulsports sowie des Vereinssports nachkommen kann“.

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In dem Brief, den Elternratsvorsitzender Thorsten Bogumil stellvertretend unterschrieben hat, skizzieren die Eltern noch einmal die Gespräche mit der Stadtverwaltung seit Mai 2012. Und sie machen deutlich, dass sie die Partikularinteressen einer Bürgerinitiative gegen den Hallenbau neben der Jägerkaserne nicht nachvollziehen können. „Wir bitten Sie im Interesse unserer Kinder und einer Zukunftsorientierung in der Stadtentwicklung um eine Beschleunigung des Entscheidungs-, Planungs- und Bauablaufs.“ Denn Bürgermeister Michael Wieler habe bei der Einwohnerversammlung am 22. April überzeugend dargelegt, dass es keinen anderen passenden Standort für die neue Turnhalle gibt. Den Brief hat Thorsten Bogumil am Dienstag persönlich im Büro des OB abgegeben, per E-Mail ans Büro des Stadtrats und gestern auch ans Stadtforum geschickt, aus dem die lautesten Stimmen gegen den Neubau an dieser Stelle kamen.

Bei der angesprochenen Einwohnerversammlung hatte Michael Wieler gesagt, ein Anpfiff des Sportunterrichts in der neuen Halle ist für 2017 realistisch. Im Nachtragshaushalt für dieses Jahr stehen 6,2 Millionen Euro für den Neubau der Zweifeldhalle, davon 5,6 Millionen Euro erhoffte Fördermittel und 620 000 Euro Eigenmittel aus einem Kredit. Der Beschluss dieses Nachtrags steht für die Sitzung Ende Juni auf der Tagesordnung der Stadträte.