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Forscher schauen in die Zukunft

Wissenschaft. Erstmals seit vielen Jahren widmet sich die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften den Problemen der Zeit.

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Von Frank Seibel

Jahrelang hat die Oberlausitzische Gesellschaft der Wissenschaften vor allem sich selbst und ihre ruhmreiche Geschichte erforscht. Nun ist die Phase der Identitätsfindung vorbei, sagt ihr Präsident Wolfgang Geierhos. Nun schaltet „die Gesellschaft“ in den Vorwärtsgang. Nicht die Vergangenheit, auch nicht allein die Gegenwart, sondern gleich die Zukunft hat sich die 1779 gegründete Forschungsgemeinschaft für die kommende Herbsttagung vorgenommen: „Regionalentwicklung der Oberlausitz. Chancen und Perspektiven“, heißt der Titel der bemerkenswerten Tagung, mit der die OLG zeigen will, dass sich gründlich erneuert.

„Wie die Gründerväter wollen wir uns wieder den brennenden Fragen der Zeit zuwenden“, sagt Geierhos. Und das heißt heute, nicht tatenlos zuzusehen, wie die Region schrumpft. „Wir müssen umdenken und die Trends kippen“, betont der ehemalige Direktor der Polizeihochschule in Rothenburg.

Dazu will sich die OLG weiter für die verschiedensten Forschungsfelder und Disziplinen öffnen. Bei der Tagung im September etwa kommen Philosophen und Informatiker zusammen, um ihre Ideen über ein Computermodell zur Regionalentwicklung vorzustellen. Immerhin 170 Mitglieder zählt die Gesellschaft, und in den vergangenen Jahren seien einige junge hinzu gekommen, sagt Wolfgang Geierhos.

Die Tagung findet vom 15. bis 17. September statt. Anmeldungen: OLG, Postfach 300740, 02812 Görlitz.

www.olgdw.de