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Forststeig soll verlängert werden

Die Trekkingroute in der Sächsischen Schweiz ist bereits über 100 Kilometer lang. Zum Saisonstart 2020 soll sie noch weiter wachsen.

Von Katarina Gust
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Der Forststeig soll vor Bad Schandau einen Schlenker machen. © Marko Förster
Der Forststeig soll vor Bad Schandau einen Schlenker machen. © Marko Förster © Marko Förster

Der Forststeig Elbsandstein soll im nächsten Jahr mit einer Neuerung in die Saison starten. Die 110 Kilometer lange Trekkingroute, die im linkselbischen Teil der Sächsischen und Böhmischen Schweiz verläuft, soll weiter wachsen. Das planen Sachsenforst und Forstbezirk Neustadt. Konkret geht es um die letzte Etappe der Wanderung von Gohrisch nach Bad Schandau. 

Bislang führt diese Route vom Kleinhennersdorfer Stein über die Hölle, den Nagelsweg und Täppichtsteig hinunter zur Bad Schandauer Fähre und weiter zum Nationalparkbahnhof. Künftig soll der Weg unterwegs einen kleinen Schlenker machen. Und zwar über alte Steinbrecherpfade. Der Forststeig soll dafür am Nagelsweg abzweigen und um das "Rietzsch Hörnel" herum führen. Das befindet sich oberhalb der B 172 und der Schandauer Elbbrücke. Von dort laufen die Wanderer dann parallel zur Elbe bis zur Fähre und dem Bahnhof. Der neue Wanderweg soll mit dem Start in die Saison 2020 zum Forststeig gehören, sagt Uwe Borrmeister, Leiter des Forstbezirkes Neustadt.

Die Vorbereitungen dafür laufen jetzt im Winter, wenn der Forststeig in der Winterpause ist. Dann werden Karten, Broschüren und Faltblätter entsprechend angepasst. Die Trekkingroute ist nur von April bis Oktober für geübte Wanderer geöffnet. Unterwegs gibt es fünf Forsthütten und vier Biwakplätze, an denen übernachtet werden kann. Die Hütten sind nicht wintertauglich. Die Komposttoiletten würden einfrieren, genau wie das in Tanks abgefüllte Brauchwasser an den Biwakplätzen. Die Zeit im Winter wird von den Mitarbeitern des Sachsenforstes nun genutzt, um die Übernachtungsstellen fit für die neue Saison zu machen. Diese soll am 3. April 2020 eröffnet werden.

Der Forststeig Elbsandstein ist ein Gemeinschaftsprojekt der tschechischen Forstverwaltung und dem Staatsbetrieb Sachsenforst. Beide Partner hatten die anspruchsvolle Erlebnisroute geplant und 2018 eröffnet. Herausgekommen ist ein Trail, der sich in der Sächsischen und Böhmischen Schweiz über 13 Tafelberge schlängelt: versteckt im Wald und fernab von Autoverkehr und Siedlungen. 

In der zweiten Saison wurde ein neuer Rekord aufgestellt. 2019 wurden rund 5.800 übernachtende Wanderer gezählt. Im vergangenen Jahr waren es mit 2.800 noch weniger als die Hälfte. Die Zahl ergibt sich aus den verkauften Trekkingtickets. Wer in den Hütten oder auf den Biwakplätzen übernachtet, muss dafür zahlen. Mehr als 9.000 dieser Tickets wurden dieses Jahr verkauft und 5.800 davon eingelöst. Die Übernachtung kostet für Erwachsene zehn Euro in der Trekkinghütte, fünf Euro für den Biwakplatz. Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre zahlen jeweils einen Euro je Nacht.

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