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Forstwissenschaftler behalten ihre „Stimme“

Tharandt. Jürgen Pretzsch wurde als Sprecher der Fachrichtung bestätigt.

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Von Jörg Stock

Forstprofessor Jürgen Pretzsch aus Pohrsdorf vertritt weitere drei Jahre die TU-Fachrichtung Forstwissenschaften in Tharandt. Bereits vergangene Woche wählte der zuständige Fachausschuss den Hochschullehrer einstimmig zum Prodekan. Als solcher wacht Pretzsch über die Interessen der Fachrichtung innerhalb der Uni und in der Öffentlichkeit.

Das Amt hat Pretzsch bereits zum zweiten Male inne und will nun Begonnenes fortsetzen. Dazu zählt der Kampf um die Zukunft der „Öko“. Das Studentenwohnheim auf der Weißiger Höhe in Tharandt soll geschlossen werden. Zusammen mit Tharandts Bürgermeister Silvio Ziesemer (parteilos) und den Studenten will Pretzsch einen neuen Vorstoß beim Betreiber Studentenwerk unternehmen. „Das Haus muss offen bleiben“, sagt er.

Ein weiteres Ziel des Forschers ist die „Konsolidierung“ der Fachrichtung. In Zeiten knapper Kassen und veränderter Rahmenbedingungen müsse man zusammenrücken und zugleich den Lehr- und Forschungsbetrieb neu ausrichten. Dabei gehe es auch um die stetig wachsende Bedeutung von Holz als Energieträger.

Zur Neuorientierung des Faches zählt für Jürgen Pretzsch aber auch verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Dazu wünscht er sich einen „Pfad der Wissenschaft“ auf dem Tharandter Campusgelände. Ein Begleitheft soll den neugierigen Laien durch die Räumlichkeiten und Anlagen der Forscher führen. „Die Leute sollen sehen, was hier läuft.“

Jürgen Pretzsch, Jahrgang 1954, zweifacher Vater, ist geborener Düsseldorfer und lehrt seit 1993 in Tharandt. Sein Spezialgebiet ist die Forstwirtschaft in den Tropen.