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Fotos zur Dorfgeschichte gesucht

Weißkeißel feiert den 25. Jahrestag der Deutschen Einheit mit einer Ausstellung. Dafür werden noch Fotos gesucht.

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Von Alexander Buchmann

Weißkeißel. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands am 3. Oktober 1990 ist viel passiert. Wie sich die Gemeinde Weißkeißel in den letzten 25 Jahren verändert hat, soll eine Sonderausstellung in der Heimatstube zeigen, die zum diesjährigen Jubiläum eröffnet wird. Dafür sucht die Gemeinde aber noch Bilder – seien es alte Fotos aus der Wendezeit oder auch aktuelle, die den Ort heute zeigen. Für letztere gibt es sogar den Fotowettbewerb „Unser Dorf ist schön - Dorfansichten und Landschaften“.

Bereits im Mai dieses Jahres hat die Gemeinde auf ihrer Homepage zu dem Fotowettbewerb aufgerufen und danach noch einmal auf einem Flyer, der in alle Briefkästen eingeworfen wurde. Der Rücklauf sei jedoch zäh, sagt Roland Spranger, der die Ausstellung in der AG Museum erarbeitet. So seien bisher lediglich vier Fotos per Mail eingegangen. Weil eine Ausstellung nicht nur aus Texten und Dokumenten bestehen kann, ruft Spranger die Weißkeißeler noch einmal dazu auf, sich zu beteiligen. Dabei sei es egal, ob die Bilder im Original oder digital vorliegen.

Weil man die 25 Jahre ja nicht darstellen könne, sollen die Fotos das Leben heute im Dorf zeigen, erklärt Spranger. Ob es sich dabei um ein schönes Haus – laut dem ehemaligen Bürgermeister sind seit 1989 über 170 Eigenheime gebaut worden –, einen Garten oder Naturfotos wie Sonnenuntergänge oder Störche handle, sei egal. Personen sollten aufgrund der Bildrechte auf den Fotos für den Wettbewerb allerdings nicht zu sehen sein, sagt Spranger. Denn die Bilder werden in der Ausstellung auf einer gesonderten Tafel veröffentlicht. Die drei besten Fotos sollen zudem prämiert werden. Einsendeschluss dafür ist der 6. September. Welche Preise die Gewinner erhalten werden, stehe derzeit zwar noch nicht fest, es soll aber etwas Attraktives sein und zum Thema passen, kündigt Bürgermeister Andreas Lysk an.

Für die Ausstellung sowie für die gesamte DDR-Zeit sucht die AG Museum aber auch noch historische Fotos sowie typische Gegenstände. Beim Erarbeiten der Ausstellung habe er festgestellt, dass es im Bereich der unmittelbaren Wendezeit eine Lücke gebe, so Spranger. Fotos seien dabei oft die einzige Dokumentation, die noch existiere. Wer noch entsprechende Bilder oder Gegenstände hat und diese zur Verfügung stellen will, hat am Mittwoch um 18 Uhr die Gelegenheit. Dann trifft sich die AG das nächste Mal in der Heimatstube.