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Fotostudio öffnet in der Brauerei

Lucienne Graf und Stefan Schwan haben aus ihrem Hobby einen Beruf gemacht. Und bieten dabei ein tierisches Accessoire.

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Von Max Patzig

Lucienne Graf ist konzentriert. Immer wieder sieht sie durch ihre Kamera, bewegt sich hin und her, wechselt die Perspektive und drückt ab. Das Bild erscheint sofort auf dem Laptop, der neben ihr auf einem Tisch steht. Lucienne Graf guckt skeptisch, noch ist die 23-Jährige nicht zufrieden. Schließlich soll das Model richtig gut auf dem Foto rüberkommen. Das ist Lucienne Graf wichtig. Nicht nur, weil sie gern fotografiert. Sondern weil die Dresdnerin aus dem Hobby jetzt ihren Beruf gemacht hat. Zusammen mit ihrem Bekannten Stefan Schwan hat sie sich mit einem eigenen Fotostudio selbstständig gemacht. Und dafür einen speziellen Ort in Coschütz gewählt.

Die beiden Fotografen haben sich im Verwaltungsgebäude der Feldschlösschen-Brauerei eingemietet. Durch Zufall haben sie die Räume gefunden. Danach gesucht haben sie in der ganzen Stadt. Auch in der Neustadt haben sich die beiden Fotografen Ladenflächen angesehen. Die waren aber zu klein. In der Brauerei nutzen sie jetzt 60 Quadratmeter und sind nicht die einzigen Mieter. Auch eine Software- und Firmenberatung sowie deutschlandweit tätige Verkehrsplaner haben hier ihre Büros.

Lucienne Graf und Stefan Schwan haben sich ihr Studio mit Visagistenbereich, vier Studioblitzen und diversen Hintergründen eingerichtet. Auch ein Büro gehört dazu und ein besonderes Accessoire. Auf Wunsch bringen sie ein Chamäleon zu den Fotoshootings mit. Das bekommen sie von einem Bekannten, der die exotischen Tiere züchtet. „Wir lieben die farbenfrohe und außergewöhnliche Fotografie“, sagt Stefan Schwan. Auch der Firmenname „Pur Pur“ soll das unterstreichen.

Beide haben bis jetzt ihr Geld in der Medien- und Marketingbranche verdient. Die Fotografie war bisher nur Hobby. Sie haben sich selbst alle Kniffe beigebracht. Vergangenes Jahr haben sich Lucienne Graf und Stefan Schwan auf einer Modenschau kennengelernt. „Zusammen wollen wir jetzt mehr aus unserer Fotografie machen“, sagt Stefan Schwan.