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Hoyerswerda

Foucaults unter den Besten Deutschlands

Ein Handball-Team spielt ab heute beim Finale von „Jugend trainiert für Olympia“.

Am Dienstag ging es mit dem Zug nach Berlin, am Mittwoch finden die ersten Spiele statt.
Am Dienstag ging es mit dem Zug nach Berlin, am Mittwoch finden die ersten Spiele statt. © Foto: Hagen Linke

Allein schon die Teilnahme am Bundesfinale „Jugend trainiert für Olympia“ erscheint als das Größte, was eine Schule sportlich erreichen kann. Das oft bemühte olympische Motto „Dabei sein ist alles“ gilt aber nicht für Handballer Mark Käschel. Gefragt, mit welchen Erwartungen er nach Berlin fährt, antwortet der 14-Jährige aus dem Hoyerswerdaer Léon-Foucault-Gymnasium ohne mit der Wimper zu zucken: „Natürlich Erster werden.“

Recht selbstbewusst können die Jungs, ihre Trainer und Lehrer auch sein: Zum dritten Mal nach 2009 und 2017 hat sich ein Schulteam des Foucault-Gymnasiums für ein Bundesfinale qualifiziert. Im März gelang der Sieg beim Landesausscheid. Gestern Vormittag stiegen sie in den Zug. Von heute bis Freitag werden sich in der Hauptstadt rund 3 000 Kinder und Jugendliche in verschiedenen Disziplinen messen, auch im Handball.

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Der Großteil der Jungs aus der 7. und 8. Klasse spielt beim LHV Hoyerswerda. Als Sportklässler am Gymnasium bekommen sie zweimal wöchentlich ein zusätzliches Training mit den Vereinstrainern. Seit 2007 gibt es das Angebot in mehreren Sportarten. „Die Erfolge stellen sich immer mehr ein“, sagt der verantwortliche Lehrer Andreas Schütze. Anders als auf einer Sportschule bleiben die Schüler im gewohnten Umfeld, es wird darauf geachtet, dass andere Fächer nicht zu kurz kommen. LHV-Trainer Norbert Nolde, der viel in Sachen Handball herumkommt, spürt das Interesse an dem Projekt in anderen Städten. „Die Erfolge wären ohne die zusätzlichen Trainingseinheiten nicht da.“

Heute geht es für die Foucault-Jungs in der Vierer-Gruppe D gegen die Friedrich-Albert-Lange-Schule aus Solingen, die Carl-von-Weinberg-Schule aus Frankfurt (Main) und das Gymnasium Nieder-Olm aus Rheinland-Pfalz. Alles unbekannte Namen, aber wenn man weiß, dass hinter den Solingern der Bundesligist Bergischer HC steht, ahnt man die Schwere der Aufgabe. Die beiden Gruppen-Ersten spielen morgen um die Plätze 1 bis 8, die anderen Teams um die Plätze 9 bis 16.

Mark Käschel war zuletzt etwas aufgeregt, aber sehr erwartungsfroh. „Das wird bestimmt cool werden“. Auch wenn ein Platz ganz vorn eine Sensation wäre. Alle dürfen sich auf reichlich Fans freuen: Ein Bus bringt heute zwei Sportklassen aus Hoyerswerda für die Vorrundenspiele nach Berlin.