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OB Dantz: "Schutzmasken sind sicher"

Die Stadt Kamenz verteilt kostenlos Atemschutz an ihre Bürger. Dafür gibt es viel Zuspruch - aber auch einige kritische Fragen.

Die Stadt Kamenz versorgt ihre Einwohner mit Mund-Nasen-Schutz. Gefertigt werden die Masken von der Firma Sachsenfahnen.
Die Stadt Kamenz versorgt ihre Einwohner mit Mund-Nasen-Schutz. Gefertigt werden die Masken von der Firma Sachsenfahnen. © Sachsenfahnen

Kamenz. Die Corona-Pandemie krempelt das Leben um: Mitarbeiter im Kamenz Rathaus tüten seit voriger Woche Atemschutz für den Versand an die Bürger ein. Die Masken sind jetzt auf dem Weg in die Haushalte. Dafür gibt es viel Lob. Etwa 17.000 Stück aus der Produktion der Firma Sachsenfahnen in Kamenz verteilt die Stadt kostenlos.

So eine Sendung erreichte auch den Kamenzer Mario Trinks. Er wirft dazu einige kritische Fragen auf. Ihn interessiert, wie die Ausschreibung des Auftrages lief, aber auch hygienische Dinge spricht er an. Verpackt werden die Masken von Mitarbeiten der Stadtverwaltung. Sind dabei die Standards gesichert und alle Masken keimfrei, fragt Trinks. Der Kamenzer interessiert sich auch dafür, wie die Stadt die Ausgabe begründet und ob diese Art von Schutz wirklich mehr Sicherheit bringt.

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Oberbürgermeister Roland Dantz (parteilos) nimmt zu den Fragen Stellung und versichert nach der Auslieferung der ersten Chargen an Mund-Nasen-Masken: „Wir erfahren hier einen enormen Zuspruch aus unserer Bevölkerung.“ So habe die Stadt in der ersten Phase der Verteilung insbesondere an Bewohner der Pflegeheime gedacht und die am stärksten Gefährdeten zuerst versorgt. Außerdem würden zahlreiche Initiativen Masken nähen und sie über die städtischen Verteilungswege anderen zur Verfügung stellen. „Die Menschen machen das mit viel Wissen, in dem Gefühl, etwas für den Anderen zu tun und - wir spüren dies - auch mit viel Herzblut“, erklärt Dantz.

Zur Bewältigung der Corona-Krise hatte der Kamenzer Stadtrat Anfang des Monats, aufbauend auf den Vorschlägen der Fraktionen und von Stadträten, ein Paket mit Corona-Hilfe geschnürt. Dazu gehören auch die Schutzmasken, die Kamenzer kostenlos erhalten. Der Rat habe sich mit übergroßer Mehrheit und ohne Gegenstimme unter anderem dafür ausgesprochen, jedem Einwohner ab dem sechsten Lebensjahr zeitnah Mund-Nase-Masken zur Verfügung zu stellen, so Roland Dantz. Es sei auch eine Frage der Fürsorgepflicht gegenüber den Menschen der Stadt. 

Solche Masken sind knapp und werden oft überteuert angeboten. Die Aktion der Stadt soll den Bürgern helfen, möglichst gesund durch die Krise zu kommen. Dabei stützt sich Kamenz auch auf Aussagen von Fachleuten wie der Amtsärztin des Landkreises Dr. Jana Gärtner. Sie empfiehlt ausdrücklich, „Schutzmasken beim Einkauf, auf Arbeit oder sogar zu Hause zu tragen. Auch einfache selbst genähte Masken können die Abgabe von Viren effektiv verringern.“

Trotz  der Dringlichkeit habe die Stadt für die Beschaffung der Masken aber dennoch den Markt zuvor erkundet, Angebote eingeholt „und den Auftrag auf das mit Abstand wirtschaftlichste Angebot unter Einhaltung der zeitlichen Lieferprämissen erteilt“, stellt der OB klar und zudem fest: „Im Übrigen waren die Mitarbeiter der Stadtverwaltung beim Verstauen der Masken in die Kuverts mit Mund-Nase-Masken und Einweg-Handschuhen bekleidet und hielten die entsprechenden Abstände.“

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