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Die Toten vom Jäckelberg

Frank Kuppe pflegt ehrenamtlich eine Grabstelle in Ebersdorf bei Löbau. Dahinter steckt ein Drama, das sich einen Tag vor Kriegsende 1945 abspielte.

Von Constanze Junghanß
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Frank Kuppe kümmert sich um das Soldatengrab auf dem Jäckelberg bei Ebersdorf.
Frank Kuppe kümmert sich um das Soldatengrab auf dem Jäckelberg bei Ebersdorf. © Rafael Sampedro

Noch einmal wird Frank Kuppe auf den Berg gehen, um den Ermordeten die letzte Ehre zu erweisen. Acht Männer liegen unter dem großen Stein auf dem Jäckelberg in Ebersdorf. Eine Schale mit Gottesaugen – kleine Blumen sind das - will der 79-Jährige aufstellen. Die Tulpen und Narzissen sind nun verblüht. Im Herbst räumte Frank Kuppe zusammen mit seiner Frau das Laub weg, legte Reisig den Winter über auf die Grabstelle. Die Frühblüher haben sie gepflanzt, die Farne am Grab. Kuppes kümmerten sich ehrenamtlich schon lange um die Grabstelle. Seit 15 Jahren pflegen sie das Umfeld des Gedenksteins. Von Angehörigen ist dem Ehepaar nichts bekannt. Nur einmal – "im Sommer 2016 war das" - sei ein Fernsehteam auf den Berg gekommen. "Da waren von einem der Toten die Nachfahren da und ein Fernsehsender hatte das begleitet", erinnert er sich.

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