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Frau vor dem Tod gerettet

Die 53-Jährige wäre im Schwimmbad in Hejnice in der Region Liberec fast ertrunken - und musste minutenlang wiederbelebt werden.

Symbolbild
Symbolbild © Frank Rumpenhorst/dpa

Eine Frau ist am Sonntagmittag im Schwimmbad in Hejnice in der Region Liberec nur knapp dem Tod entkommen. Sie begann in einer Tiefe von etwa einem Meter zu ertrinken, berichtet Bürgermeister Jaroslav Demčák gegenüber der tschechischen Presseagentur ČTK. 

Badegäste zogen die 53-Jährige aus dem Wasser. Zufälligerweise befanden sich zu der Zeit auch zwei Feuerwehrleute dort. Einer half mit der Wiederbelebung der andere rannte zum 300 Meter entfernten Depot. Darin befindet sich ein sogenannter automatisierter externer Defibrillator (AED), der besonders für Erste Hilfe geeignet ist.

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"Die Wiederbelebung dauerte mehrere Minuten, aber war erfolgreich", so der regionale Rettungsdienstsprecher Michael Georgiev gegenüber dem Onlineportal drnba.cz. Ein Rettungshubschrauber flog sie ins Liberecer Krankenhaus. Der Fall wird jetzt auch von Polizisten untersucht. Sie wollen herausfinden, unter welchen Umständen die Frau zu ertrinken begann. Das kann aufgrund eines Herzinfarkts, einer Epilepsie oder eines Schlaganfalls der Fall sein. Aber auch einfach nach dem Einatmen von Wasser. 

Der Bürgermeister ist jedenfalls froh, dass seine Feuerwehrleute mit so einem Defibrillator ausgestattet sind. "Wir sind am Liberecer Stadtrand und es dauert einige Zeit, bis die Retter eintreffen", sagt er. Die Erste-Hilfe-Defibrillatoren erhöhen die Überlebenschance bei Herzproblemen und Bewusstlosigkeit. In der Region Liberec sind über 80 von ihnen im Einsatz. Vor zwei Jahren begann diese mit der Anschaffung in für Rettungsdienste weniger zugänglichen Orten. So sind die Geräte auch an Touristenzielen wie der Burg Bezděz und Sychrov oder auf dem Jeschken zu finden.  Rettungskräfte in der Region führen jährlich etwa 400 Wiederbelebungen durch, für jede dritte Person kommt dabei der AED zum Einsatz.

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