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Dresdnerin soll sechs Autos angezündet haben

Die Dresdner Polizei hat die Verdächtige in der Nacht zum Freitag gefasst. Sie ist keine Unbekannte.

Diesen VW Golf soll die Verdächtige in der Nacht zum Mittwoch angezündet haben.
Diesen VW Golf soll die Verdächtige in der Nacht zum Mittwoch angezündet haben. © Archiv/Tino Plunert

Dresden. Gleich zwei Mal war die Polizei in der Nacht zum Freitag in Dresden-Gorbitz erfolgreich. Die Beamten fassten den Mann, der mit einer Luftdruckpistole auf ein Haltestellenhäuschen geschossen hat, und eine verdächtige Frau. Sie soll eine Brandstifterin sein. Die Polizei griff sie SZ-Informationen zufolge auf frischer Tat.

Die 30-Jährige wurde gegen 0.10 Uhr von einer Polizeistreife auf dem Merianplatz entdeckt. Sie versuchte dort offenbar, einen Mercedes anzuzünden, teilten die Beamten am Freitagnachmittag mit. Mehrere Zivilstreifen waren nach einer Reihe von Brandstiftungen in den Nächten zuvor im Dresdner Westen unterwegs.

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Eine dieser Streifen sah die Frau. Die Beamten nahmen sie fest. Bei ihrer Durchsuchung fanden die Polizisten später auch eine geringe Menge der synthetischen Droge Crystal. Außerdem war das Fahrrad der Frau zur Fahndung ausgeschrieben.

Gegen die 30-jährige Deutsche wird nun wegen versuchter Brandstiftung, Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz sowie des Verdachts der Hehlerei erittelt. Sie steht SZ-Informationen zufolge im Verdacht, innerhalb einer Woche gleich mehrfach Feuer gelegt zu haben. So soll sie in der Nacht zum Mittwoch auf einem Parkplatz an der Ecke Zöllmener Straße/Wilhelm-Franz-Straße einen VW Golf angezündet haben. Die Flammen beschädigten auch zwei daneben geparkte Autos. Der Gesamtschaden beträgt rund 50.000 Euro.

Sie könnte auch für einen Brand verantwortlich sein, bei dem am vergangenen Sonntag ein Hyundai auf der Reisewitzer Straße zerstört wurde. Die Polizei fand danach heraus, dass sich der Brandherd nahe am rechten Vorderrad des Autos befand.

Die Deutsche aus Dresden wurde am Freitagnachmittag einem Haftrichter vorgeführt und danach in psychiatrische Behandlung in ein Krankenhaus  gebracht. Die Gorbitzerin ist der Polizei seit einigen Jahren bekannt, sie soll mehrfach Streit mit Nachbarn und immer wieder auch mit der Polizei gesucht haben. Wegen Einbruchs hat sich bereits im Gefängnis gesessen. Die Tat aus der Nacht zum Freitag eingeräumt. Das bestätigte ihr Verteidiger Peter Hollstein: "Für die Zeitpunkte der fünf weiteren ihr vorgeworfenen Brandstiftungen hat meine Mandantin dargelegt, wo sie sich aufgehalten hat." 

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Möglicherweise wird die Frau für die Taten nicht bestraft werden können, weil sie aufgrund ihrer Erkrankung schuldunfähig ist. In diesem Falle erwartet sie jedoch ein Verfahren vor dem Landgericht Dresden, in dem es um ihre Unterbringung zur weiteren Behandlung in einer Klinik geht. Ein solches Verfahren hatte es bereits 2018 gegeben.  (mit SZ/lex)

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