merken
PLUS

Frauen-Staffel nicht vom Winde verweht

Antholz. Nicht nur Simon Schempp hatte in Südtirol Grund zum Jubeln: Mit der schwarz-rot-goldenen Fahne in der Hand lief Laura Dahlmeier nach einer tollen Aufholjagd gestern zum zweiten deutschen Staffel-Sieg der Saison und krönte eine überragende Antholz-Woche.

© dpa

Antholz. Nicht nur Simon Schempp hatte in Südtirol Grund zum Jubeln: Mit der schwarz-rot-goldenen Fahne in der Hand lief Laura Dahlmeier nach einer tollen Aufholjagd gestern zum zweiten deutschen Staffel-Sieg der Saison und krönte eine überragende Antholz-Woche. Bundestrainer Gerald Hönig schickte nach dem glücklichen Ausgang der Windlotterie ein Stoßgebet gen Himmel. Das junge Quartett mit Franziska Hildebrand (Clausthal-Zellerfeld), Franziska Preuß (Haag), Luise Kummer (Frankenhain) und Dahlmeier (Partenkirchen) setzte sich in einer wahren Windlotterie überlegen vor Tschechien und der Ukraine durch.

Anzeige
Vertragsauflösung bei den Eislöwen

Die Eislöwen und Christian Kretschmann gehen getrennte Wege

Selbst zwei Strafrunden durch Hildeband und insgesamt zehn Nachlader bei teils widrigsten Bedingungen konnten den dritten Podestplatz in dieser Saison nicht verhindern. Den bislang letzten Erfolg hatten die Skijägerinnen im Dezember in Hochfilzen gefeiert, in Ruhpolding gab es in der Vorwoche Rang drei.

„Es waren extrem schwierige Bedingungen, und mir ist es dann trotzdem gut gelungen, das ist echt ein Traum“, sagte die überragende Schlussläuferin Dahlmeier, die ohne Extrapatrone auskam: „So etwas Extremes habe ich noch nie erlebt. Ich habe zwischendurch gedacht, ich werde weggeblasen.“

Startläuferin Hildebrand musste nach dem Stehendschießen zweimal in die Strafrunde. Die 27-Jährige hatte bei starkem Wind viel Pech und fiel von Rang eins auf 14 zurück. „Das hat gar nicht meinen Vorstellungen entsprochen“, sagte Hildebrand: „Aber am Ende kann es gar nicht besser ausgehen.“

Auch Preuß hatte durch wechselnde Winde große Probleme, doch die 20-Jährige meisterte ihre Aufgabe hervorragend und kam mit drei Nachladern aus. Luise Kummer und Laura Dahlmeier glänzten anschließend am Schießstand. „Wie sie das durchgezogen haben, dafür verdienen sie ein großes Kompliment. So ein Rennen gewinnt man nur gemeinsam“, sagte Frauen-Bundestrainer Gerald Hönig.

Franziska Hildebrand hatte am Sonnabend in der Verfolgung als Vierte nur um 0,3 Sekunden das Podium verpasst. „Das tut weh“, sagte sie. (sid/dpa)