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Frauenhain zwei Jahre im Umleitungsstress

Wegen Straßenbaustellen in Prösen sollen Lkw, die nach Gröditz oder Elsterwerda wollen, über Frauenhain umgeleitet werden. Und das bis November 2022.

Ein Lkw fährt nach Frauenhain hinein. Bald sind dort mehr Laster unterwegs.
Ein Lkw fährt nach Frauenhain hinein. Bald sind dort mehr Laster unterwegs. © Sebastian Schultz

Frauenhain. Die Anwohner der Staatsstraße 90 in Frauenhain sind Verkehr gewöhnt. Bis vor Kurzem führte die Umleitung für eine Straßenbaumaßnahme auf der B 101 durch den Ort. "Bisher waren die Zeiträume für die Umleitungen überschaubar", bestätigt eine Frauenhainerin. Doch an eine Dauerbelastung, wie sie sich jetzt anbahnt, kann sie sich nicht erinnern.

Ab 27. Juli will der Landesbetrieb Straßenwesen Brandenburg die Ortsdurchfahrt Prösen etappenweise erneuern. Dort verläuft die Bundesstraße 169. Die Brandenburger Behörde, die mit dem sächsischen Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv) vergleichbar ist, empfiehlt Pkw-Fahrern, die kleine Umleitung über Wainsdorf zu nehmen. Laster, die nach Gröditz oder von dort nach Elsterwerda wollen, sollen über Frauenhain fahren. - Und das in den kommenden zwei Jahren!

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Momentan wird die B 169 südlich von Gröditz erneuert. Das Lasuv hat dazu eine großräumige Umleitung über Großenhain, entlang der B 101 und der B 98,  ausgeschildert. "Die Umleitungsführung der Baumaßnahme des Landesbetriebs Straßenwesen soll bis zum Abschluss der Maßnahme südlich Gröditz analog zur Streckenführung des Lasuv erfolgen", teilt eine Pressesprecherin des sächsischen Landesamtes auf Nachfrage der SZ mit. "Erst nach Abschluss des Deckenbaus südlich Gröditz kann eine Umleitung in Richtung Riesa aus Elsterwerda kommend über die S 90 erfolgen, für die Gegenrichtung verhält es sich dann analog." 

So sollen Kraftfahrer in den nächsten zwei Jahren die Baustellen in Prösen umfahren.
So sollen Kraftfahrer in den nächsten zwei Jahren die Baustellen in Prösen umfahren. © SZ Grafik

Im Klartext heißt das: Weil zwischen Tiefenau und Gröditz die Straße gesperrt ist, dürfen die Frauenhainer voraussichtlich bis Mitte August noch etwas Ruhe haben. Doch wenn die Bundesstraße 169 südlich von Gröditz freigegeben ist, rollt die Lkw-Welle durch Frauenhain. 

Wie die SZ bereits berichtete, hat das Land Brandenburg in Prösen Folgendes vor: Ab nächster Woche beginnen die Bauarbeiten zunächst am Prösener Bahnübergang bis einschließlich der Einmündung der Großenhainer Straße. Sie dauern voraussichtlich bis Ende dieses Jahres. Im Frühjahr 2021 geht es weiter. Dann soll die Straßendecke der Riesaer Straße (B 169) bis zur Kreuzung am Ortsausgang Richtung Gröditz erneuert werden. Anschließend wird mit der Fahrbahnsanierung zwischen der Großenhainer Straße und der Hauptstraße begonnen. 

Im Jahr darauf soll die Fahrbahn zwischen der Hauptstraße und dem Frauenhainer Weg in zwei Bauabschnitten erneuert werden. Bis November 2022 soll alles erledigt sein. Dann rollt der Verkehr wieder durch Prösen und die Frauenhainer können aufatmen und die Adventszeit in zwei Jahren genießen.

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