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Frauenrunde mit flinkem Stift

Viermal im Jahr trifft sich die Malwerkstatt Boxberg. Diesmal stehen Baum-Motive im Mittelpunkt.

„Bäume in den vier Jahreszeiten“ gab Kunsttherapeutin Tanja Franke (rechts) den Frauen der Malwerkstatt Boxberg Sieglinde Winter, Ursula Reinhardt, Veronika Zschippang und Gertraud Speer (von links nach rechts) als Thema vor.
„Bäume in den vier Jahreszeiten“ gab Kunsttherapeutin Tanja Franke (rechts) den Frauen der Malwerkstatt Boxberg Sieglinde Winter, Ursula Reinhardt, Veronika Zschippang und Gertraud Speer (von links nach rechts) als Thema vor. © Foto: Bernhard Donke

Von Bernhard Donke

Boxberg. Montagnachmittag in den Räumen des „NetzwerkPROjekts“ im Boxberger Dorfgemeinschaftshaus: Vier Frauen der „Malwerkstatt Boxberg“ sitzen um einen Tisch. Unter Anleitung von Kunsttherapeutin Tanja Franke vom „Kunst Impuls“ aus Dresden bannen sie mit Rötel oder Kohle diverse Bäume auf ihr Zeichenpapier. Seit 2003 gibt es diese Werkstatt, die von den Mitarbeiterinnen des „NetzwerkPROjekt“ Antje Schulz und Diana Mehmel unterstützt und gefördert wird. Viermal im Jahr treffen sich die Frauen, um ihre Malkünste zu verfeinern und zu vervollkommnen.

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Für jedes Jahr nehmen sie sich ein anderes Motto zum Malen vor. In diesem Jahr heißt das Thema eben Bäume, die die Hobbykünstlerinnen entsprechend den Jahreszeiten malen werden. Ganz klar: Derzeit sind Bäume im Winter angesagt. Kahl, laublos. Im Frühjahr, zum zweiten Maltermin, werden die ersten Knospen und Blätter zu sehen sein. Sommerliche und herbstliche Baumansichten komplettieren den Malzyklus. Tanja Franke steht den vier Frauen an diesem Montag – normalerweise gehören sechs zum Kurs – wieder mit Rat und Tat zur Seite.

„Früher waren wir mehr. Doch leider scheint das Interesse am Malen nachzulassen. Was sehr bedauerlich ist, da Malen ein schönes Hobby ist“, meint Gertraud Speer. Sie ist seit der ersten Malstunde 2003 dabei. „Keiner, der hier mitmachen will, muss Angst haben, dass er überfordert wird. Wir alle sind Lernende“, sagt sie. Sie würde sich, wie auch ihre anderen Mitstreiterinnen, freuen, wenn sich noch Interessenten melden.

Auch Tanja Franke ist der Meinung: „Mit der Malerei sieht man die Natur mit ganz anderen Augen. Dennoch muss man nicht unbedingt malen können, um Freude am Malen zu haben. Es ist die Freude am Tun, die hier die Frauen vereint.“

Die Malwerkstatt ist für jedermann offen, auch für Kinder und Jugendliche. Die Teilnehmer werden fachlich angeleitet. In diesem Jahr findet die Malwerkstatt noch am 15. April, 19. August und 9. Dezember statt, jeweils ab 15 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus. Inzwischen ist die Idee gereift, im kommenden Winter eine kleine Ausstellung mit den im Jahr 2019 entstandenen Kunstwerken organisieren – um auf diesem Wege auch einmal mehr die Öffentlichkeit an den Arbeiten der Malerinnen teilhaben zu lassen.