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Frauenspur in schwerer Nordwand

Eiskletter-Champion Ines Papert ist Stargast beim nächsten Bergsichten-Filmfestival.

Sachsens Bergsteiger haben eine besondere Bühne: Das Bergsichten-Filmfestival. Wenn im November die Klettertage im Freien gezählt sind, dann bietet das Hörsaalzentrum der TU Dresden besonderen Bergsport. Zu den zehn Auflagen seit 2004 kamen 75.000 Besucher, Tendenz steigend. Das Konzept hat sich etabliert mit Kletterprominenz, historischen und aktuellen sowie weltweiten und sächsischen Bergabenteuern. Die Mischung stimmt offenbar.

„Die Besucher erwarten jedes Jahr neue Namen, neue Einblicke“, weiß aber auch Festivalchef Frank Meutzner. Längst hat er seine Stars für die elfte Auflage unter Vertrag genommen: Eiskletter-Weltmeisterin Ines Papert, Expeditionsarzt Oswald Oelz, der als dritter Bergsteiger auf den Seven Summits stand, den jeweils höchsten Gipfeln der sieben Kontinente. Und Kletterprofi Hansjörg Auer sagte zu, der Ötztaler gehört zur absoluten Kletter-Weltspitze.

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Nach 2008 kommt die in Nordsachsen aufgewachsene und im Berchtesgadener Land lebende Ines Papert zum zweiten Mal zu Deutschlands größtem Gipfeltreffen. „Die Bergsichten-Zuschauer erwartet eine emotionale Dokumentation über das Leben und die Abenteuer einer Frau, die im Klettern ihre Erfüllung gefunden hat“, schwärmt Meutzner schon jetzt. „Sie hat enorme Neugier darauf, Gewohntes hinter sich zu lassen, Neues zu entdecken, eigene Grenzen zu verschieben oder auch in anderen Sportarten, beispielsweise dem Gleitschirmfliegen, eine Erfüllung zu finden.“

Die Eiskletter-Spezialistin eroberte längst auch die Felswände dieser Welt. Mit atemberaubenden Bildern betritt die vierfache Weltmeisterin, Profi-Bergsteigerin und Mutter Ines Papert Neuland auf vier Kontinenten. Ihr Vortrag über Kletterziele in der Arktis, den Alpen und Afrika wird für die Bergsichten noch um ihre jüngste Expedition erweitert: Ihr gelang mit Thomas Senf die Erstbegehung des 6 719 Meter hohen Likhu Chuli I in Nepal – über eine technisch anspruchsvolle Nordwand.

Das Filmprogramm nimmt in den nächsten Wochen Konturen an, es bietet auch wieder eine Plattform für junge Bergfilmer. Ernst wird es bald für den Wettbewerb der Kurzbeiträge. Bis zum 30. Mai können noch Beiträge eingereicht werden. Zugelassen ist alles zum Thema Berg, Outdoor, Bergsichten. Bedingung: nicht länger als 20 Minuten. Die Beiträge können aus Dias, Filmen, Digitalbildern oder einer Kombination daraus bestehen. Der Vortrag muss live und in Deutsch erfolgen. (SZ)

www.bergsichten.de