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Freibad-Debatte im Stadtrat

Der Ortschaftsrat der Kernstadt möchte den Wiederaufbau des Stadtbades im Prießnitztal noch  nicht ganz aufgeben.

Von Maik Brückner

Es könnte eng werden. Wenn sich die Hoffnungen des Glashütter Ortschaftsrates erfüllen, werden die Zuschauerstühle in der Stadtratssitzung nicht reichen. Denn die Räte haben die Glashütter mit Handzetteln angefordert, die Sitzung zu besuchen und dort die Fragestunde zu nutzen.

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Schließlich – so der Ortschaftsrat – wird hier eine wichtige Entscheidung gefällt. Es geht ums Stadtbad, oder besser gesagt um dessen Zukunft. Beim Hochwasser im Juni 2013 wurde das idyllische Freibad im Prießnitztal zum wiederholten Mal zerstört. Nach mehreren Debatten beschloss der Stadtrat Ende 2013, das Bad wiederaufzubauen. Auf Vorschlag der Verwaltung soll der Stadtrat diesen Beschluss heute aufheben, um ein neues Bad an anderer Stelle zu bauen – wenn das wirtschaftlich vertretbar ist. Zu dieser Überzeugung ist man bei mehreren Treffen einer extra dafür eingesetzten Arbeitsgruppe gekommen.

Der Ortschaftsrat befürchtet, dass man am Ende eines langen Planungs- und Genehmigungsprozesses ohne Bad dastehen könne. „Das Aufgeben des alten Standtortes kann nur dann befürwortet werden, wenn die Stadträte ein neues Bad, an einem neuen Standtort beschlossen haben“, begründet der Ortschaftsrat seinen Vorstoß. Deshalb wird Ortsvorsteher Maik Lehmann (Zeitlos) beantragen, sich vom Wiederaufbau noch nicht zu verabschieden. Dieser Beschluss könne noch warten, sagt Ortschaftsrat Uwe Streller (Zeitlos).

Sitzung, heute, 18.30 Uhr, Arthur-Fiebig-Haus